gesponsertAktive Sicherheit Der haptische Multi-Controller kehrt zurück

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Reine Touchscreenbedienung im Fahrzeug geht zulasten der aktiven Sicherheit. Für besonders sicherheitskritische Funktionen kehren daher haptische Bedienelemente ins Cockpit zurück. Für die Preh-Ingenieure ein Steilpass, um sichere Funktionsauswahl neu zu denken. Das Ergebnis: ein quadratischer, haptischer Multi-Controller ohne bewegliche Teile.

Ein quadratischer, haptischer Multi-Controller ohne bewegliche Teile – entwickelt von Preh.(Bild:  Preh)
Ein quadratischer, haptischer Multi-Controller ohne bewegliche Teile – entwickelt von Preh.
(Bild: Preh)

Auf der Suche nach der Quadratur des Kreises fand man in der Vorentwicklung in Bad Neustadt einen neuartigen Weg, um das Beste aus beiden Welten – Touchscreens und Schalter – zu vereinen. Es ist eine Lösung mit Ecken und Kanten, ein quadratischer Drehsteller (QD), der zwar eine Drehfunktion hat, sich dabei aber keinen Millimeter bewegt. 


Der QD wurde als multifunktionales Bedienelement konzipiert, um eine einfache, direkte Funktionsauswahl mit haptischer Rückmeldung für die wichtigsten und am häufigsten genutzten Funktionen zu ermöglichen. Um eine vielfältige, möglichst direkte Funktionsauswahl mit nur einem Bedienelement realisieren zu können, wurde die für den QD charakteristische Kontur entwickelt. Sie stellt auf engstem Raum neun drückbare Flächen zur Verfügung, Menüauswahl mittels Schieben in vier Richtungen sowie gefühlte Rechts- und Linksdrehungen.

Mit seinem durchdachten Konzept intuitiver Bedienbarkeit hat der quadratische Drehsteller großes Potenzial, die aktive Sicherheit zu erhöhen.

Bei stehendem Fahrzeug kann zusätzlich der Zugriff auf die Personalisierung erfolgen. Dazu wird der linke und rechte horizontale Steg gleichzeitig gedrückt, also mit zwei Fingern, um die Belegung mit favorisierten Funktionen freizugeben.

So lässt sich die Innenfläche des QD individuell programmieren. Es können etwa favorisierte Telefonnummern, Adressen oder häufig genutzte Untermenüpunkte zur Direktwahl abgespeichert werden. Eine separate Home-Taste führt dabei immer wieder sicher ins Hauptmenü zurück.


Viele Optionen für das Oberflächendesign

Der QD verfügt über eine komplett geschlossene Oberfläche, was ihn unempfindlich gegenüber Flüssigkeiten und Staub macht und eine leichte Reinigung zulässt. Die Möglichkeiten der Materialauswahl sind vielfältig. Neben Kunststoff Metall, Glas und Keramik sind auch unterschiedlichste Dekorfolien einsetzbar, zum Beispiel für Carbon-Look, mit Holzmaserung, Metalleffekt usw.

Das Ziel optimaler aktiver Sicherheit kann durch geringstmögliche Ablenkung vom Verkehr mittels intuitiver Bedienung erreicht werden. Deswegen funktioniert der QD immer in Verbindung mit dem zentralen Display und quittiert die Auswahl einer Funktion gleichzeitig mit haptischem und akustischem Feedback sowie auch visuell auf dem Display. Definierte Kraftschwellen und Betätigungsdauern verhindern ungewolltes Auslösen von Funktionen.
 

Aktive Sicherheit im Cockpit

Die Bedeutung intuitiver Fahrzeugbedienung rückt weltweit zunehmend in den Fokus der Verkehrssicherheit. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bewertet die Blickabwendung von der Fahrbahn weiterhin als zentrale Kenngröße für Fahrerablenkung und empfiehlt Bedienkonzepte, die mit möglichst geringer visueller Beanspruchung auskommen. 
(Quelle: NHTSA, Guidelines for Reducing Visual-Manual Driver Distraction During Interactions with Integrated In-Vehicle Electronic Devices)

Auch in Europa gewinnt das Thema an Bedeutung. Mit den ab 2026 geltenden Protokollen berücksichtigt Euro NCAP die Ausführung zentraler Fahrzeugbedienfunktionen explizit in seiner Sicherheitsbewertung. Direkte physische Bedienelemente für wichtige Fahrfunktionen werden dabei positiv bewertet, um Fahrerablenkung zu reduzieren. 
(Quelle: Euro NCAP Driver Controls Assessment 2026)

Parallel dazu verschärft China die Anforderungen an sicherheitsrelevante Fahrzeugbedienungen. Der Standard GB 4094 des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) fordert für zahlreiche Kernfunktionen physische Bedienelemente und ein eindeutig wahrnehmbares Feedback und definiert hierfür konkrete Anforderungen an Größe und Bedienbarkeit
(Quelle: MIIT GB4094 Vehicle Controls Requirements, Ministry of Industry and Information Technology of the People’s Republic of China)

Der Trend ist damit eindeutig: Moderne Cockpits werden nicht durch reine Touchscreen-Konzepte geprägt, sondern durch eine intelligente Kombination aus digitaler Funktionalität, haptischer Rückmeldung und intuitiver Bedienbarkeit, um Komfort und aktive Sicherheit gleichermaßen zu unterstützen.

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