ElringKlinger

Hydroform-Hybride: Kunststoff trifft Metall

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Herr Dr. Wolf, mit dem Großauftrag eines großen deutschen Automobilherstellers bekommt das Geschäft mit dem Leichtbau im Hause ElringKlinger eine neue Dimension. Welches Umsatzvolumen steht hinter dem Neuauftrag?

Wir erwarten ein Umsatzvolumen von insgesamt 120 bis 130 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren.

Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG.
Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG.
(Foto: ElringKlinger)

Wie ist der zeitliche Fahrplan?

Aktuell arbeiten wir an fünf Strukturbauteilen. Der Produktionsstart von drei Strukturbauteilen ist für den Jahreswechsel vorgesehen. Zwei weitere Teile folgen Ende 2015. Zunächst startet die Produktion in unserem chinesischen Werk in Suzhou, ab Mitte 2015 zudem in unserem Werk im kanadischen Leamington.

Welche Investitionen – etwa in Produktionsanlagen – stehen noch aus?

Mit diesem Projekt steigen wir in den technologisch anspruchsvollen und stark wachsenden Markt für Karosserie- und Fahrwerkskomponentenleichtbau ein. Zur Realisierung sind zusätzliche Investitionen in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro vorgesehen. Mit der mittlerweile in die ElringKlinger AG integrierten Hummel-Gruppe verfügen wir über einen Werkzeugspezialisten für den Kunststoffleichtbau im Konzern.

Wird es mittelfristig einen eigenen Geschäftsbereich „Leichtbau“ geben, in dem Sie die Kompetenzen des Konzerns bündeln?

Das kann gut sein. Aktuell ist Leichtbau ein bereichsübergreifendes Thema. Sowohl im Bereich Elastomertechnik/Module als auch im Bereich thermische und akustische Abschirmsysteme, in der Batterietechnologie sowie in anderen Entwicklungsbereichen arbeiten wir heute an vielerlei Leichtbauthemen.

Um diesem großen, wichtigen Trend künftig noch mehr Bedeutung beizumessen, kann ich mir gut vorstellen, dass wir schon kurzfristig einen eigenen Bereich für dieses wichtige Thema gründen werden.

Planen Sie weitere Akquisitionen, um Ihre Leichtbaukompetenz zu stärken? Und wenn ja, in welchen Feldern?

Wir bekommen immer wieder Offerten. Wobei wir auch hier eine ganz klare Strategie haben: Akquisitionen sind nur dann sinnvoll, wenn sie uns technologisch voranbringen und unser Produktportfolio rund um das zentrale Thema der CO2-Reduktion ergänzen.

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