Das erste Modell auf Hyundais neuer E-GMP-Plattform kommt im Sommer auf den Markt. Es bietet viel Platz, lädt schnell und punktet mit viel Technik.
Der Hyundai Ioniq 5 ist ab 41.900 Euro erhältlich. Nach Abzug der aktuellen E-Auto-Förderung bleiben 32.330 Euro.
(Bild: Hyundai)
Hyundai hat mit dem Ioniq 5 am Dienstag (23. Februar) das erste Modell seiner neuen Submarke vorgestellt. Das Elektro-SUV ist gleichzeitig das erste Auto der Koreaner auf der neuen E-GMP-Plattform, die speziell für batterieelektrische Autos entwickelt wurde. Der Konkurrent des VW ID 4 kostet mindestens 42.000 Euro. Zieht man die E-Auto-Prämie ab, bleiben gut 32.000 Euro. Der Marktstart des Ioniq 5 ist für den Sommer angekündigt. Die ersten Fahrzeuge sollen laut Hyundai Deutschland Ende der ersten Jahreshälfte 2021 ausgeliefert werden.
Das Auto soll mit viel Platz sowie jeder Menge Technik punkten. Ersteres haben die Entwickler durch den langen Radstand geschafft. Er beträgt drei Meter. Im Innenraum wollten die Designer einen Wohlfühlraum schaffen, der „ein Wohnzimmer außerhalb des Zuhauses“ sein soll. Dazu beitragen soll einerseits die klare, schnörkellose Gestaltung. Andererseits die in hellen, warmen Farbtönen gehaltenen Oberflächen. Hyundai verwendete dabei sowohl natürliche Materialien als auch recycelten Kunststoff.
Als eines der ersten Modelle auf dem Markt kommt der Ioniq 5 mit 800-Volt-Technik. Das soll vor allem für schnelle Ladezeiten sorgen. Innerhalb von 18 Minuten können Ioniq-5-Fahrer ihr Auto am 350-kW-Schnellader von 10 auf 80 Prozent aufladen. Innerhalb von fünf Minuten lässt sich Energie für 100 Kilometer tanken.
Gleichzeitig dient der Ioniq 5 aber auch als Stromspeicher für externe Geräte. Dank „Vehicle-to-Load“-Funktion (V2L) lassen sich während der Fahrt oder im Stand beispielsweise E-Bikes, E-Scooter oder Notebooks mit 230-Volt-Wechselstrom laden. Dazu gibt es jeweils einen Anschluss im Innenraum und am Ladestecker an der Fahrzeugaußenseite.
Allrad mit 305 PS
Die E-GMP-Plattform ermöglicht es, Motoren sowohl hinten als auch vorne zu installieren. Dementsprechend gibt es den Ioniq 5 wahlweise mit Heckmotor oder in einer Allradvariante mit zusätzlichem Frontmotor. Zudem könne Kunden zwischen einer 58-kWh- oder einer knapp 73-kWh-Batterie wählen.
Die Topmotorisierung des Ioniq 5 bietet mit zwei Motoren eine Systemleistung von 225 kW/305 PS und ein Drehmoment von 605 Nm. In Verbindung mit der größeren Batterie beschleunigt diese Variante in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit der kleineren Batterie erreicht die Motorenkombination 173 kW/235 PS und schafft es in 6,1 Sekunden auf Tempo 100.
Als eines von wenigen Elektro-Autos kann der Ioniq 5 mit einer nachrüstbaren Anhängerkupplung bis zu 1.600 Kilogramm ziehen.
Bis 480 Kilometer Reichweite
Die Variante mit nur einem Motor im Heck leistet in Verbindung mit der kleinen Batterie 125 kW/170 PS, mit dem größeren Akku sind es 160 kW/217 PS. Die letztgenannte Version kommt den Hyundai-Angaben zufolge mit einer Batteriefüllung 470 bis 480 Kilometer weit (nach WLTP). Diese maximale Reichweite des Ioniq 5 ist allerdings ein vorläufiger Wert, für die anderen Antriebsvarianten nennt der Hersteller noch keine Daten.
Wer die Reichweite zumindest geringfügig erweitern will, kann gegen Aufpreis ein Solardach ordern, mithilfe dessen die Batterie zusätzlich durch Sonnenenergie geladen werden kann. Große Sprünge macht man damit freilich nicht. Laut Hyundai sind unter idealen Bedingungen bis zu 2.000 Kilometer zusätzliche Reichweite im Jahr möglich.
Head-up-Display mit Augmented Reality
Als erstes Hyundai-Fahrzeug bietet der Ioniq 5 ein um Augmented-Reality-Funktionen erweitertes Head-up-Display. Es verwandelt die Windschutzscheibe in einen überdimensionalen Bildschirm mit einer Diagonalen von 44 Zoll, auf dem die wichtigsten Fahr- und Fahrzeuginformationen direkt in das Sichtfeld des Fahrers projiziert werden.
Zudem kommt das Auto mit der jüngsten Generation des Telematikdienstes Bluelink. Neben bereits aus anderen E-Modellen bekannten Funktionen wie dem Starten des Ladevorgangs per Smartphone gibt es neue Funktionen wie eine verbesserte Sprachsteuerung, Connected Routing, eine Letzte-Meile-Navigation sowie die Speicherung von bis zu drei Benutzerprofilen. Hyundai will zudem künftig Funktionen anbieten, die sich via Over-the-Air-Softwareupdate freischalten beziehungsweise nachrüsten lassen.
Zudem gibt es einen bunten Strauß Assistenzsysteme. So sorgt der Autobahnassistent der zweiten Generation automatisch dafür, dass das Auto in der Spur und auf Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug bleibt. Ein Spurwechselassistent, ein autonomer Notbremsassistent, ein aktiver Totwinkelassistent, eine intelligente Verkehrszeichenerkennung, ein Aufmerksamkeitsassistent sowie ein Fernlichtassistent gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Stand: 08.12.2025
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Optisch ähnelt der Ioniq 5 stark der 2019 vorgestellten Studie Concept 45. Das kantige Design unterscheidet sich deutlich von den sonst eher mit fließenden Linien gezeichneten Fahrzeugen der regulären Hyundai-Palette. Außen wie innen setzten die Designer beim Ioniq 5 stattdessen auf klare Kanten und schnörkelloses Aussehen. In den Tagfahrlichtern sowie den Heckleuchten finden sich wie schon in der Studie die so genannten „Parametric Pixels“, die die markante Lichtsignatur des Fahrzeugs ausmachen.
Und um die Verbindung zur Konzeptstudie nochmal zu betonen, bietet Hyundai das Auto bereits vorab mit einem limitierten „Project-45-Paket“ an. Mit diversen Optionen ausgestattet kostet der Ioniq 5 dann 60.000 Euro abzüglich Förderung und soll einen Preisvorteil von bis zu 5.000 Euro bieten. Das Paket beinhaltet unter anderem die größere Batterie, Allradantrieb, Vordersitze mit Relax-Funktion, eine elektrisch verschiebbare Rücksitzbank, ein Solardach und 20-Zoll-Leichtmetallfelgen. Obendrauf gibt es den Zugang zum Schnelladenetzwerk Ionity zwei Jahre lang ohne Grundgebühr.
Wer diese Variante haben möchte, muss schnell sein und sich sein Auto über die Website von Hyundai reservieren. Weltweit gibt es 3.000 Stück. Die Ioniq 5 mit Project-45-Paket werden allerdings auch mit Vorrang ausgeliefert, sodass die ersten Fahrzeuge laut Hyundai zum Marktstart im Sommer bereits in Kundenhand sind.