Interieur Premium-Autos werden Hygge

Autor: Sven Prawitz

Bildschirme sind für die OEMs wichtig, um zusätzliche Umsätze zu generieren. Damit der Innenraum nicht permanent leuchtet wie Las Vegas bei Nacht, gibt es Werkstoffe, die die Technik verstecken.

Das Start-up Woodoo entwickelte einen Werkstoff auf Basis von Holz, mit dem sich Displays abdecken lassen.
Das Start-up Woodoo entwickelte einen Werkstoff auf Basis von Holz, mit dem sich Displays abdecken lassen.
(Bild: Woodoo)

Noch haben Bildschirme im Fahrzeuginnenraum eine besondere Strahlkraft. Sie stehen für technischen Fortschritt und den Wunsch, immer und überall vernetzt zu sein. Natürlich geht es den Automobilherstellern beim Interieur-Design längst nicht mehr nur darum, Komfort zu bieten oder aktuelle Trends zu bedienen. Vielmehr soll die vernetzte Technik helfen, zusätzliche Umsätze weit über den Autokauf hinaus zu generieren – möglichst über den gesamten Zeitraum, den ein Fahrzeug genutzt wird.

Kunststoffe können der Automobilindustrie mehr bieten als nur Leichtbauanwendungen.

Taku Ishida, Asahi Kasei Europe

Im Jahr 2030 könnten Mobilitätsunternehmen pro Fahrzeug im Schnitt bis zu 310 US-Dollar jährlich umsetzen, erwarten die Analysten von McKinsey. Vor allem mit Updates und prädiktiver Wartung. „Die Autoindustrie hat verstanden, dass Konnektivitätslösungen nicht nur zusätzlichen Umsatz und Kosteneinsparungen [...] bringen, sondern den Kunden auch viel stärker an die Marke binden können“, heißt es in der Studie.

Über den Autor

 Sven Prawitz

Sven Prawitz

Fachredakteur, »Automobil Industrie« und Next Mobility