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Mann+Hummel Kleiner Akustikfilter für Ansaugsysteme

| Redakteur: Bernd Otterbach

Mann+Hummel hat einen neuen Akustikfilter für Ansaugsysteme entwickelt. Der Filter soll die Motorakustik, den Platzbedarf im Motorraum und den Druckverlust im Ansaugsystem in Einklang bringen.

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Kraftstoffsparende, aufladende 4-Zylindermotoren haben den gleichen Bedarf an Verbrennungsluft wie Saugmotoren mit sechs Zylindern. Dieser Sachverhalt bedingt größere Querschnitte der Ansaugrohre, damit der Druckverlust klein bleibt. Vergrößerte Querschnitte führen wiederum zu einem lauteren Ansauggeräusch. Die Ingenieure hätten deshalb einen platzsparenden Akustikfilter entwickelt der Lärm genauso dämpft wie sonst übliche großvolumige Resonatoren, teilte der Ludwigsburger Automobilzulieferer am Freitag mit.

Variabler Durchmesser des Ansaugrohres

Der Durchmesser des Ansaugrohres ist variabel gestaltet. Mit Hilfe einer Klappe im Ansaugsystem wird der Querschnitt des Ansaugrohrs flexibel an den Luftbedarf des Motors angepasst. Damit der Akustikfilter optimal arbeitet, setzen die Ingenieure auf eine zweiflutige Rohrleitung. Eine Wand unterteilt das bisher aus einem Strang bestehende Ansaugrohr in zwei Ansaugkanäle. Einer dieser Kanäle ist ständig offen und versorgt den Motor mit einer Mindestmenge an Luft.

Im zweiten Kanal reguliert eine Klappe, die den Druckunterschied vor und hinter der Klappe nutzt und deshalb ohne externen Antrieb auskommt, die Luftmenge. Benötigt der Motor bei niedriger Drehzahl nur wenig Luft, ist die Klappe geschlossen, denn der erste Kanal versorgt den Motor ausreichend. Steigt die Motordrehzahl, beispielsweise beim Beschleunigen, baut sich vor und hinter der Klappe ein Druckunterschied auf, der die Klappe zunehmend öffnet. Somit gelangt zusätzlich über den zweiten Kanal Luft zum Motor. Bei maximaler Drehzahl ist die Klappe vollständig geöffnet – die Luft strömt ungehindert in die Zylinder.

Niedriges Geräuschniveau

Mit dem Akustikfilter gelangt die exakt benötigte Luftmenge zum Motor. Das Ansaugmündungsgeräusch bleibt wegen des genau angepassten Querschnitts im Ansaugsystem, am unteren Niveau. Einzelne Lärmspitzen, vor allem im niedrigen Drehzahlbereich, senkt der Akustikfilter Laut Unternehemsangaben sogar. Das bestätigten Messungen am Rollenprüfstand. Die Neuentwicklung spare zusätzlich zweieinhalb Liter Bauvolumen für sonst übliche Lärmdämpfer (Resonatoren) ein und schaffe auf diese Weise mehr Platz im Motorraum, teilte Mann+Hummel weiter mit.

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