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Continental Kraftstoffqualitätssensor für Nutzfahrzeuge

| Redakteur: Michael Ziegler

Mehrere Nutzfahrzeug-OEMs testen derzeit einen neuen Kraftstoffqualitätssensor von Continental. Hintergrund ist unter anderem der Schutz vor Garantieansprüchen, die auf schlechte Kraftstoffqualität zurückgehen.

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Der Kraftstoffqualitäts-Sensor erkennt die chemische Zusammensetzung des Kraftstoffs und ermöglicht damit eine Feinabstimmung des Motormanagements. Zugleich erfasst der Sensor problematische Substanzen wie Schwefel, Wasser oder Ottokraftstoff im Diesel.
Der Kraftstoffqualitäts-Sensor erkennt die chemische Zusammensetzung des Kraftstoffs und ermöglicht damit eine Feinabstimmung des Motormanagements. Zugleich erfasst der Sensor problematische Substanzen wie Schwefel, Wasser oder Ottokraftstoff im Diesel.
(Continental)

Der Automobilzulieferer Continental zeigt auf der IAA Nutzfahrzeuge den letzten Entwicklungsstand seiner Kraftstoffsensoren. „Die Kraftstoffeigenschaften können den Wirkungsgrad, die Emissionen und die Haltbarkeit moderner Dieselmotoren stark beeinflussen. Wir bemerken eine große Nachfrage nach Konzepten, mit denen sich wesentliche Kraftstoffmerkmale bestimmen lassen. Eine der wichtigsten Anforderungen ist es, Schwefel im Diesel zu erkennen“, sagt Mathias Miedreich, Leiter des Segments Abgas- und Emissionssensoren, Business Unit Sensors & Actuators bei Continental Powertrain.

Nach dem Abschluss eines im Jahr 2011 ausgelaufenen, vierjährigen Euripides Forschungsprojekts hat Continental inzwischen Muster seines neuen Kraftstoffqualitätssensors (Fuel Quality Sensor) zum Test und zur Fahrzeugintegration an mehrere Nfz-OEM ausgeliefert.

Zentrale Herausforderungen: Anpassung der Verbrennung und Systemhaltbarkeit

Das Nutzungsprofil eines Nfz – vor allem im Fernverkehr – umfasst häufig den Betrieb in mehreren Ländern und Regionen der Erde – mit der hohen Wahrscheinlichkeit, auf unterschiedliche Kraftstoffqualitäten zu treffen. Da der Energieinhalt des Kraftstoffes von seiner genauen chemischen Zusammensetzung abhängt, beeinflusst eine wechselnde Zusammensetzung den Verbrennungsprozess in Nfz-Dieselmotoren. Ein unnötig hoher Kraftstoffverbrauch kann die Folge sein.

Anpassung der Verbrennung

Um das zu verhindern, muss die Kraftstoffsensorik zwei Aspekte abdecken. Die erste betrifft die Anpassung der Verbrennung: Der neue Continental Kraftstoffqualitätssensor soll dafür das veränderliche Diesel-Biokraftstoffgemisch im Tank und seine aktuelle Cetanzahl mit einer angestrebten Genauigkeit von plus/minus 5 Prozent Biodiesel bestimmen können. Mit dieser Information lassen sich die Verbrennungsstrategie und die Nacheinspritzung als Teil der Abgasnachbehandlung so anpassen, dass der Motor mit bestmöglicher Effizienz und bei geringsten Emissionen läuft.

Konstante Emissionsqualität

Die zweite Herausforderung besteht darin, eine konstante Emissionsqualität und die Systemhaltbarkeit sicherzustellen. Gelingt das nicht, können Verunreinigungen im Diesel die Haltbarkeit des Motors und der Abgasnachbehandlungssysteme verringern. Um den Kraftstoff auf eine umfassende Liste von chemischen Bestandteilen – einschließlich Schwefel – untersuchen zu können, basiert der Sensor auf einem optischen Messprinzip.

„Im Grunde handelt es sich dabei um ein miniaturisiertes Kraftstofflabor“, sagt Hervé Richard, Projektleiter Kraftstoffqualitätssensor bei Sensors & Actuators, Division Powertrain, „es erkennt den optischen Fingerabdruck des Kraftstoffs und ermöglicht damit eine Feinabstimmung des Motormanagements. Zugleich erfasst der Sensor problematische Substanzen wie Schwefel, Wasser oder Ottokraftstoff im Diesel“. Je nach dem Ausmaß an Verunreinigungen können geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um Schäden und Haftungsstreitigkeiten zu vermeiden.

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