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Leichtbau umfassend betrachten

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Welche (Herstell)-Technologien und Prozesse werden wir haben?

Welche (Herstell)-Technologien und Prozesse werden wir haben? In Zukunft wird sich bei Leichtbaukonzepten nicht mehr primär die Frage stellen, was ein Kilo dieses Werkstoffes kostet. Vielmehr wird man sich fragen: „Welche Ökobilanz hat ein Produkt aus diesem oder jenem Werkstoff?“ Heute gängige Produktionsprozesse beinhalten komplexe, extreme Transportwege, immer größere, stärkere Anlagen, zum Beispiel Pressen, viele Prozessschritte, Erwärmungs- und Abkühlvorgänge sowie sehr viele Materialmixturen. Das ist für uns völlig normal, stammt aber aus einer Zeit in der das „Etwas-überhaupt-herstellbar-machen“ über die Nachhaltigkeit gestellt wurde. So ist die Frage berechtigt, ob Bleche immer in Walzwerken hergestellt werden müssen und ob lange Transportwege tatsächlich unvermeidlich sind.

Wie es anders gehen kann, zeigt der Werkstoff MnE21 mit dem dazugehörigen Prozess der warmen Fertigung, der Inline-Blechproduktion sowie der Verschnitt-Rezyklierung. Das Beispiel zeigt deutlich, welche Vorteile man in der Bauteilentwicklung und -herstellung erzielen kann, wenn die spezifischen Werkstoffeigenschaften im gesamten Entwicklungs- und Herstellprozess berücksichtigt werden.

Welche Antriebe und Energieformen können wir künftig nutzen?

Welche Antriebe und Energieformen können wir künftig nutzen? Jahrzehntelang war der Verbrennungsmotor mit einem Kraftstoff auf Erdölbasis gesetzt, Alternativen standen de facto nicht zur Diskussion.

Das Konzeptfahrzeug Urban-MovE stellt Semcon im Oktober 2012 erstmalig auf der Internationalen Zuliefererbörse (IZB) in Wolfsburg vor.
Das Konzeptfahrzeug Urban-MovE stellt Semcon im Oktober 2012 erstmalig auf der Internationalen Zuliefererbörse (IZB) in Wolfsburg vor.
(Semcon)

Aktuell hingegen darf jeder Kraftstoff, jeder Energiespeicher und jeder Antrieb ernsthaft überlegt werden, Hauptsache er verspricht Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit vom Öl. Und getreu dem Motto „wo ökonomisches Interesse besteht, gibt es Fortschritt“, haben wir die besten Voraussetzungen, wirklich nachhaltige Lösungen für die globale Mobilität von morgen zu finden. Nicht ganz im technisch logischen Zusammenhang, aber interessanterweise beflügelt von den alternativen Antrieben, wird über völlig neue Nutzungs,- Ergonomie-, und Packagekonzepte nachgedacht. Maßgeblich initiiert von der Multimedia- und Social-Network-Welle, könnten künftig neben den Fahrzeugen der etablierten OEMs auch Autos von Google, Facebook, Siemens oder Apple auf unseren Straßen fahren.

Um diese Trends als Entwicklungsdienstleister begleiten und innovative Impulse geben zu können, benötigt man neben den anspruchsvollen Kundenprojekten auch eigene Technikträger. Daher haben wir bei Semcon ein Fahrzeug für die City-Mobilität entwickelt, das sich zwischen Pedelec und E-Auto einordnen lässt.

Vierrädriger Elektro-Innovationsträger

Unser Urban-E-Bike gestaltet die E-Mobilität bis 50 km/h emotionaler und wirkt dem Alte-Leute-Image kleiner Elektro-Zweiräder entgegen.

Das Urban E-Bike von Semcon wirkt dem Alte-Leute-Image kleiner Elektro-Zweiräder entgegen.
Das Urban E-Bike von Semcon wirkt dem Alte-Leute-Image kleiner Elektro-Zweiräder entgegen.
(Semcon)

Im laufenden Jahr haben wir unsere Aktivitäten um den Technikträger „Urban MovE“ ergänzt – ein vierrädriges E-Auto-Konzept, das die Gesamtfahrzeugkompetenz von Semcon sichtbar macht und als Innovationsträger für Leichtbau-, HMI- (Ergonomie) und Technik-Themen dient. Im Rohbau etwa wurden die unterschiedlichsten Konzepte untersucht, von höchstfesten Stählen über Faser- und Verbundmaterialien bis hin zu MnE21. Im Oktober 2012 wird das Konzept erstmalig auf der IZB in Wolfsburg am Stand von Semcon ausgestellt.

Fazit: Die Chance auf neue Lösungen im Leichtbau war nie größer als heute. Ist das richtige Mobilitätskonzept erst gefunden, wird dieses Fenster wieder enger werden. Das heißt, alle Ideen müssen jetzt auf den Tisch, um eine nachhaltige Mobilitätsentscheidung der Politik zu unterstützen. Semcon ist mit seinem breiten, interdisziplinären Kompetenzspektrum bestens vorbereitet, um die Fahrzeughersteller bei diesem Wandlungsprozess zu begleiten.

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