Kältemittel R1234yf

Mercedes: Neues Kältemittel zu gefährlich

| Redakteur: Andreas Wehner

Mercedes-Benz will in seinen Fahrzeugen am Kältemittel R134a festhalten. Interne Test des Automobilherstellers hatten ergeben, dass sich das neue Kältemittel R1234yf im heißen Motorraum entzünden könnte.
Mercedes-Benz will in seinen Fahrzeugen am Kältemittel R134a festhalten. Interne Test des Automobilherstellers hatten ergeben, dass sich das neue Kältemittel R1234yf im heißen Motorraum entzünden könnte. (Daimler)

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Der Automobilhersteller will das neue Kältemittel R1234yf nicht einsetzen. Bei einer Untersuchung habe sich herausgestellt, dass sich das Mittel im heißen Motorraum entzünden könne.

Mercedes-Benz will in seinen Fahrzeugen künftig weiter das bisher verwendete Kältemittel R134a statt des neuen Mittels R1234yf einsetzen. Bei einer Untersuchung habe sich herausgestellt, dass sich das neue Kältemittel im heißen Motorraum entzünden könne, teilte der Daimler-Konzern am Dienstag (25. September) mit. Vergleichbare Tests mit dem aktuellen Mittel R134a hätten dagegen keine Entflammung ergeben.

R1234yf ist klimafreundlicher als R134a und sollte das alte Mittel daher ersetzen. Autohersteller und unabhängige Institute hatten in Untersuchungen bereits die Unbedenklichkeit des Mittels bescheinigt. Dennoch hatten Kritiker immer wieder vor dem Einsatz von R1234yf gewarnt.

Erweitertes Testverfahren

Daimler hat nun mit einem neu entwickelten Testverfahren, das nach Angaben des Konzerns über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht, diese kritischen Stimmen bestätigt. Bei dem neuen sogenannten „Real-Life-Testverfahren“ tritt das Kältemittel unter Hochdruck in der Nähe von heißen Teilen der Abgasanlage eines Versuchsfahrzeugs dynamisch aus. Die Untersuchung stellt einen sehr schweren Frontalaufprall in Verbindung mit einem Bruch der Kältemittelleitung nach. Das reproduzierbare Ergebnis zeigt laut Daimler, dass das Mittel sehr wohl zündfähig sein kann, obwohl es unter vergleichbaren Laborbedingungen schwer zu entflammen ist.

Daimler hat nach eigenen Angaben die zuständigen Behörden bereits informiert und stellt zudem anderen Automobilherstellern und Verbänden die Untersuchungsergebnisse zur Verfügung.

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