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IAA Nutzfahrzeuge 2016 Neue Einspritztechnik für Nutzfahrzeuge von Delphi

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der Automobilzulieferer Delphi stellt auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover einen neuen Injektor für bis zu neun Einspritzvorgänge pro Verbrennungszyklus vor.

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Bis zu neun Einspritzvorgänge pro Verbrennungszyklus realisiert ein neuer Diesel-Injektor von Delphi.
Bis zu neun Einspritzvorgänge pro Verbrennungszyklus realisiert ein neuer Diesel-Injektor von Delphi.
(Bild: Delphi)

Delphi Automotive wird auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover neue Antriebstechniken vorstellen. Diese sollen die Verbrauchs- und Emissionsziele für Nutzfahrzeuge erfüllen. Das Common-Rail-Einspritzsystem für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge operiert jetzt mit einem geschlossenen Regelkreis beim Einspritzvorgang kleinster Kraftstoffmengen. Diese neue Regelung soll den Kraftstoffverbrauch und Emissionen senken und eine Langzeitstabilität versprechen.

Injektor liefert Echtzeit-Informationen

Herzstück des weiterentwickelten Common-Rail-Einspritzsystems ist ein neuartiger Injektor, der das Motorsteuergerät mit Echtzeit-Informationen über seinen Zustand versorgt. Diese Sensorik kommt ohne zusätzliche Kabel und Schnittstellen aus und benötigt keinen weiteren Bauraum. Mit den zeitlich präzisen Daten des Injektorzustands wird eine Regelung der Einspritzvorgänge mithilfe eines geschlossenen Regelkreises möglich. Die Regelung überwacht und steuert kontinuierlich jeden Einspritzvorgang. Sie kompensiert auch sich ändernde Systembedingungen, etwa infolge von Abnutzung und Verschleiß mit zunehmendem Fahrzeugalter.

Verbrauch um 1,5 Prozent senken

„Für die nächste Generation von Nutzfahrzeug-Einspritzsystemen wird ein geschlossener Regelkreis unerlässlich sein. Er muss allerdings ohne zusätzliche Komplexität und zu möglichst geringen Kosten umsetzbar sein“, sagt Kerem Erman, Vizepräsident Powertrain und verantwortlich für Einspritzsysteme bei Delphi. Die Kombination aus einer präzisen und über die Fahrzeug-Lebenszeit stabilen Kraftstoffzumessung mit einem kleineren, leichteren und schnelleren Injektor soll es den Applikationsingenieuren ermöglichen, bis zu neun Einspritzvorgänge pro Verbrennungszyklus zu realisieren. Auf diese Weise ließe sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 1,5 Prozent reduzieren. Die bessere Modellierung der frühen Verbrennungsphasen ermögliche auch ein reduziertes Verbrennungsgeräusch.

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