Fahrbericht

Neuer Audi RS3 Sportback: Kommt quer

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Interview mit Stephan Reil, Quattro GmbH

Stephan Reil ist Leiter Technische Entwicklung der Quattro GmbH in Neckarsulm.
Stephan Reil ist Leiter Technische Entwicklung der Quattro GmbH in Neckarsulm.
(Foto: Audi)

Herr Reil, wo sehen Sie die Quattro GmbH in fünf bis zehn Jahren?

Beim RS-Fahrzeugangebot sind wir mit der Produktoffensive der letzten Jahre gut aufgestellt. Trotzdem werden wir noch das eine oder andere Fahrzeug mit ins Portfolio nehmen. Dabei sehe ich grundsätzlich eher Chancen nach oben. Wir schauen dabei vor allem auf den großen Erfolg der Q-Modelle. Mit dem RS Q3 haben wir hier sehr erfolgreich den ersten Schritt gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass wir da noch Zuwachs bekommen. Wichtig ist grundsätzlich die Erschließung der Märkte, wir sind in einigen führend, in anderen haben wir noch Potential.

Wie sieht es bei den übrigen Geschäftsfeldern aus?

Das Thema Individualisierung wächst stark. Dort haben wir nach 160.000 Fahrzeugen in 2013 im vergangenen Jahr einen Sprung auf fast 200.000 Exemplare geschafft - und wollen weiter stark wachsen. In unserem dritten Standbein, dem Kundensport, sind wir mit dem R8 LMS GT3 Marktführer und das Auto, das es auf der Rennstracke zu schlagen gilt. Das werden wir ausbauen, unter anderen mit dem TT Cup, der im Rahmen der DTM fahren wird.

Diese Autos basieren auf dem TTS. Könnte es da einmal eine sportliche Kleinserie mit Vierzylinder-Motor geben, wie 2005 den TT quattro sport?

Das haben wir heute nicht in der Planung, aber es ist durchaus vorstelbar. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, in die Richtung von Sondermodellen in kleiner Stückzahl zu gehen.

Können Sie sich einen Diesel als RS-Modell vorstellen?

Wir haben ein ganz klares Eigenschaftsprofil, was ein Fahrzeug längs- und querdynamisch können muß. Um längsdynamisch in diese Positionierung zu kommen, braucht man bei einem Diesel eine relativ große Maschine. Dann werden die Fahrzeuge aber so schwer, dass ich querdynamisch nicht mehr ins Ziel komme. Ein vernünftiger Kompromiss ist für den Diesel eher eine Positionierung als S-Modell, wie etwa beim SQ5 TDI.

Wie sieht es beim Hybrid als RS-Modell aus?

Wir schauen uns das Thema genau an und ich will es für die Zukunft nicht ausschließen. Aber aktuell lautet meine Antwort: nein.

Mit den kommenden Allrad-Modellen von Mercedes-AMG und der M GmbH bekommen Sie harte Konkurrenz.

Mich freut es, wenn die anderen uns kopieren und auch Modelle mit Allradantrieb ausstatten.

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