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Fahrbericht Neuer Audi RS3 Sportback: Kommt quer

| Autor / Redakteur: Jens Meiners / Thomas Günnel

Vier Jahre ist es her, dass Audi die A3-Baureihe erstmals mit einem Spitzenmodell der quattro GmbH in Neckarsulm gekrönt hat. Der jetzt vorgestellte Nachfolger ist ein A3-Derivat, das – Kopf an Kopf mit dem Mercedes-Benz A45 AMG – wohl die Spitze des Segments repräsentiert.

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Vier Jahre ist es her, dass Audi die A3-Baureihe erstmals mit einem Spitzenmodell der quattro GmbH in Neckarsulm gekrönt hat. Der jetzt vorgestellte Nachfolger ist ein A3-Derivat, das – Kopf an Kopf mit dem Mercedes-Benz A45 AMG – wohl die Spitze des Segments repräsentiert.
Vier Jahre ist es her, dass Audi die A3-Baureihe erstmals mit einem Spitzenmodell der quattro GmbH in Neckarsulm gekrönt hat. Der jetzt vorgestellte Nachfolger ist ein A3-Derivat, das – Kopf an Kopf mit dem Mercedes-Benz A45 AMG – wohl die Spitze des Segments repräsentiert.
(Foto: Audi/Tobias Sagmeister)

Als der RS3 Sportback im Frühjahr 2011 erstmals eingeführt wurde, befand sich die zweite Modellgeneration des A3 bereits im Herbst ihres Lebenszyklus. Ein RS-Modell war ursprünglich nie geplant. Letztlich wurde die Variante in ausgesprochen kurzer Zeit und in enger Abstimmung mit der Designabteilung auf die Räder gestellt – mit grandiosem Erfolg: Mit 5.300 gebauten Exemplaren übertraf der 340 PS starke Kompaktwagen alle Erwartungen. Doch es gab im Detail Verbesserungspotential. So war der RS3, RS-untypisch, lediglich mit links angeordneten Auspuffendrohren bestückt. Und dem Fahrverhalten fehlte der letzte Schliff: Seinem sportlichen Anspruch zum Trotz ließ sich der RS3 kaum in einen Drift zwingen.

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An der Spitze des Segments

Beim jetzt vorgestellten Nachfolger hatte die Mannschaft um Technikchef Stephan Reil deutlich mehr Zeit. Herausgekommen ist ein A3-Derivat, das – Kopf an Kopf mit dem Mercedes-Benz A45 AMG – wohl die Spitze des Segments repräsentiert. Audi hat den RS3 Sportback gegenüber dem Vorgängermodell in etlichen Punken verbessert. Schon die technische Basis hebt ihn in eine andere Liga: Die MQB-Architektur ist erheblich leichter als die vormals verwendete Plattform PQ35. Damit sinkt das Leergewicht inklusive Fahrer um 55 auf 1.595 Kilogramm.

5-Zylinder-Klang

Damit hat die Maschine leichtes Spiel: Der RS3 ist mit einem kettengetriebenen 2,5-Liter-Reihen-Fünfzylinder bestückt, der von einem 3K-Turbolader zwangsbeatmet wird. Mit dieser bei Audi klassischen Zylinderzahl knüpft der RS3 an die Rallye-Fahrzeuge der 80er-Jahre an, denen er auch im Klangbild ähnelt. Der sonore Bass des Sportmotors wird bei Schaltvorgängen im Sport-Modus zusätzlich durch eine Zwischengasfunktion untermalt. Das maximale Drehmoment beträgt 465 Newtonmeter, die zwischen 1.625 und 5.550 U/min anliegen. Und die Spitzenleistung von 367 PS – 27 PS mehr als bislang – wird von 5.550 bis 6.800 U/min abgegeben, so dass die Plateaus von Maximaldrehmoment und -leistung nahtlos ineinander übergehen.

Fast ein exklusiver Sportwagen

Einzig verfügbares Getriebe ist der Siebengang-Doppelkupplungsautomat DQ500. Dank seiner hohen Motorleistung und Allrad-Traktion katapultiert sich der RS3 Sportback in ganzen 4,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h; die Vmax liegt bei 250 km/h, auf Wunsch wird die Abregelschwelle auf 280 km/h angehoben. Mit diesen Fahrwerten bewegt sich der Kompaktwagen auf den luftigen Höhen exklusiver Sportwagen. Umso bemerkenswerter ist der relativ niedrige Verbrauch von 8,1 Litern pro 100 Kilometer im EU-Zyklus – ein Liter weniger als beim Vorgänger.

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