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Studie PA-Consulting: Zulassungsmix führt zu deutlich höheren CO2-Strafen

| Autor/ Redakteur: Christoph Baeuchle / Jens Scheiner

In den vergangenen Jahren konnten die Hersteller den Abstand zu den CO2-Vorgaben 2021 regelmäßig verringern. Nun hat sich die Entwicklung gedreht. Laut einer Analyse drohen den Konzernen enorme Strafzahlungen.

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Laut einer Studie der PA Consulting Group drohen den 13. führenden Herstellern Europas CO2-Strafzahlungen in Höhe von 14,5 Milliarden Euro.
Laut einer Studie der PA Consulting Group drohen den 13. führenden Herstellern Europas CO2-Strafzahlungen in Höhe von 14,5 Milliarden Euro.
(Bild: Mann+Hummel)

Weniger Diesel und mehr SUV führen dazu, dass vielen Automobilherstellern noch höhere Strafen drohen, als vor einem Jahr erwartet. Laut der jährlich veröffentlichten Prognose von PA Consulting verfehlen die 13 führende Hersteller Europas ihre CO2-Ziele für 2021. Insgesamt würden Strafzahlungen von 14, 5 Milliarden Euro fällig werden, im Jahr zuvor kamen die Berater auf einen Betrag von rund vier Milliarden Euro.

Für einige Hersteller sind die möglichen Strafen immens: Volkswagen droht laut der Studie aufgrund des hohen Absatzvolumens eine Strafzahlung von bis zu 4,5 Milliarden Euro. Selbst auf frühere Top-Performer wie Renault-Nissan-Mitsubishi und Volvo dürften demnach Strafen von knapp 1,1 Milliarden Euro bzw. rund 400 Millionen Euro. Lediglich bei Hybridspezialist Toyota würden die Strafen Stand jetzt mit 18 Millionen Euro überschaubar ausfallen.

Allerdings können die Hersteller noch diverse Maßnahmen umsetzen, um die drohenden Strafen zu verringern beziehungsweise ganz zu vermeiden. Dafür ist schnelles Handeln notwendig.

Elektropläne reichen wohl nicht

„Autoherstellern fehlt die Zeit, um die Emissionen schnell genug zu mindern und Strafzahlungen zu vermeiden“, erläutert PA-Autoexperte Michael Schweikl. Und fügt hinzu: „Marketing-, Verkaufs- und Preisstrategien, die die Akzeptanz emissionsarmer Fahrzeuge erhöhen, werden von entscheidender Bedeutung sein, um die Hersteller näher an die Ziele heranzuführen.“

Die Elektropläne der Hersteller scheinen nach Einschätzung der Berater nicht zu reichen. Demnach wären zur Zielerreichung mehr als 2,5 Millionen zusätzliche batterieelektrische Fahrzeuge notwendig. Also ein Plus von knapp 1.300 Prozent bis 2021.

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Über den Autor

 Christoph Baeuchle

Christoph Baeuchle

Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände