Chinesische Autohersteller Plug-in-Hybride sorgen 2024 für Verkaufsplus bei BYD

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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Die wichtigsten chinesischen Hersteller von E-Autos und Plug-in-Hybriden verkauften 2024 überwiegend mehr Autos. Marktführer BYD blieb mit seinen BEVs jedoch hinter dem größten Rivalen Tesla.

Die meisten Autos verkaufen chinesische BEV-Hersteller auf dem Heimatmarkt. Aber der Export wird wichtiger.(Bild:  BLG/Jan Sieg Photography)
Die meisten Autos verkaufen chinesische BEV-Hersteller auf dem Heimatmarkt. Aber der Export wird wichtiger.
(Bild: BLG/Jan Sieg Photography)

BYD hat seinen weltweiten Fahrzeugabsatz 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 41,3 Prozent auf knapp 4,272 Millionen Einheiten gesteigert. Der Großteil davon, nämlich 4,250 Millionen Einheiten (+41,1%), waren Pkw. Die Zahl umfasst die Marken BYD, Denza, Fang Cheng Bao und Yangwang. BYD verkaufte außerdem knapp 22.000 Nutzfahrzeuge (+89,2 %), wie das chinesische Portal „CNEV Post“ berichtet.

BYD produziert nur batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV), die in China als „New Energy Vehicles“ (NEV) zusammengefasst sind. Im Vergleich zum Vorjahr legten allerdings die PHEV-Verkäufe bei den Pkw mit plus 72,8 Prozent deutlich stärker zu als die BEV-Verkäufe (+12,1 %).

Somit wuchs der Anteil der PHEV an den gesamten BYD-Pkw-Verkäufen auf 58,5 Prozent, während der BEV-Anteil auf 41,5 Prozent sank. Mit 1,76 Millionen BEV-Auslieferungen lag BYD 2024 knapp hinter dem US-Rivalen Tesla (1,79 Millionen Einheiten). 91 Prozent des Absatzes machte BYD in China, 9 Prozent der Fahrzeuge exportierte der Autobauer.

Auch andere chinesische NEV-Hersteller legten 2024 deutlich zu. So steigerte Nio die Verkäufe im vergangenen Jahr verglichen mit 2023 um 38,7 Prozent auf 222.000 Fahrzeuge. Davon entfielen 201.000 auf die Kernmarke Nio und 21.000 auf die neu eingeführte Submarke Onvo. Nios zweite Submarke Firefly startet erst in diesem Jahr.

Leapmotor lieferte im vergangenen Jahr weltweit 294.000 Einheiten aus. Das waren 103,8 Prozent mehr als 2023 und deutlich mehr, als der Autobauer sich vorgenommen hatte. Ursprünglich waren die Verantwortlichen bei Leapmotor, dessen Europa-Vertrieb Stellantis übernommen hat, von 250.000 Einheiten im abgelaufenen Jahr ausgegangen. Für das laufende Jahr sind 500.000 Einheiten geplant.

Xpeng verkaufte im vergangenen Jahr weltweit 190.000 Pkw. Das waren 34,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem im letzten Quartal lief es gut für den Autobauer. Mit knapp 92.000 Auslieferungen war Q4 für fast die Hälfte des Jahresabsatzes verantwortlich.

Geely verkaufte 893.000 BEV und PHEV seiner Marken Zeekr, Lynk & Co, Geely und Galaxy. Das waren 83,2 Prozent mehr als 2023. Zeekr, eine der jüngsten Marken des Konzerns, verfehlte allerdings mit 222.000 Einheiten das selbst gesteckte Auslieferungsziel leicht. Vorgenommen hatten sich die Verantwortlichen 230.000 Fahrzeuge. Dennoch legte der Absatz im Vergleich zum Jahr 2023 um 87,2 Prozent zu. 2025 sind 320.000 Einheiten geplant.

GAC Aion verkaufte im vergangenen Jahr 413.000 NEVs – 14 Prozent weniger als 2023. Deepal, eine der NEV-Marken des Changan-Konzerns, legte um 78,1 Prozent auf 244.000 Einheiten zu.

Li Auto, das erste profitable E-Auto-Start-up, legte 2024 beim Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 33,1 Prozent auf 501.000 Einheiten zu. Li Auto ist als einziges der genannten Unternehmen noch nicht in Europa aktiv.

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