Suchen

Neue Modelle Porsches (Vor-)Premiere: Der neue 911

Autor / Redakteur: Benjamin Bessinger/SP-X / Maximiliane Reichhardt

Porsche bereitet den Start einer neuen 911-Generation vor. Nach der Turbo-Offensive vom letzten Facelift bleibt die große Revolution diesmal aus. Dennoch wurde die Plattform für eine mögliche Elektrifizierung vorbereitet.

Firmen zum Thema

Der Porsche 911 steht kurz vor seiner Premiere
Der Porsche 911 steht kurz vor seiner Premiere
(Bild: Porsche)

August Achleitner leitet die Entwicklung des Porsche 911 und ist mit einer Handvoll Protoptypen auf letzten Abnahmefahrten in Kalifornien unterwegs. Auf Geheimhaltung legt er keinen großen Wert mehr – und das hat einen Grund: Es sind nur noch einige Wochen, bis die Generation 992 auf der Auto Show in Los Angeles ihre Weltpremiere feiert.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Porsche setzt auf Altbewährtes

Was die Messegäste dort zu sehen bekommen, dürfte Zweifler beruhigen: Nicht nur bei der Form tut sich erfreulich wenig – auch beim Antrieb bleibt der neue „Elfer“ ganz der Alte. Es wird weder Vierzylinder geben, noch eine Elektrifizierung. Die ist zwar in der Plattform vorgesehen – doch weil die Batterien noch zu schwer sind und die Energiedichte zu gering, kommen sie für einen Sportwagen in Achleitners Augen nicht in Frage.

Stattdessen steckt im Heck der bewährte Boxer mit 3,0 Litern Hubraum, der im Carrera S nun auf 450 PS und 530 Nm kommt. Neu ist nur die Doppelkupplung, die acht statt sieben Gänge haben wird. Damit beschleunigt der Carrera S in 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und schafft deutlich mehr als 300 km/h – stellt Porsche in Aussicht.

Ganz freimachen vom Zeitgeist kann sich der Elfer allerdings nicht: Der Motor bekommt einen Partikelfilter. Im Cockpit flimmern rund um den analogen Drehzahlmesser digitale Instrumente, der Touchscreen daneben ist deutlich größer und der Mitteltunnel ist fast so futuristisch wie im Panamera. Selbst ein paar neue Assistenzsysteme hat Achleitner einbauen lassen, auch wenn man sich im Elfer das Lenkrad von der Elektronik nun wirklich nicht abnehmen lassen will. Aber zumindest wachen die Sensoren jetzt über den Abstand und die Spurführung.

Vielfalt: Coupé, GTS, Turbo, Cabrio...

Wenn der neue Porsche im Frühjahr in den Handel kommt, gibt es ihn erst einmal nur als Carrera S Coupé. Doch die Pipeline ist wie immer prall gefüllt. Als nächstes kommt ein Basismodell mit künftig 385 PS, dann der GTS und die Turbos und später natürlich auf die GT- und die RS-Modelle. Und neben dem Coupé wird Porsche natürlich auch wieder ein Cabrio und den Targa anbieten. Auch in seiner Vielfalt bleibt der neue Elfer ganz der Alte.

Hier ein Video zur Testfahrt in den USA

(ID:45542924)