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Aufbau als kathodischer Korrosionsschutz
Das neue Lager mit Wanddicken von einem Millimeter, eingeschlossen der PTFE-Verbundgleitfolie von 0,5 mm, bietet laut Saint-Gobain eine hohe Leistung, totale Korrosionsbeständigkeit und ein sehr geringes Gewicht. Darüber hinaus gewährleistet die raffinierte Konstruktion eine perfekte Passgenauigkeit, ist frei von Geräuschabstrahlung und glänzt mit sehr hoher Langlebigkeit. Bei dem jetzt präsentierten neuen Gleitlager ist die PTFE-Verbundmaterial-Gleitfläche auf der Oberfläche eines hauchdünnen Substrats aufgetragen, das aus beidseitig mit Aluminium beschichtetem Stahlblech besteht. Dieser Aufbau wirkt so als kathodischer Korrosionsschutz.
Lackieren ohne Beeinträchtigung
Im zylindrischen Körper des Gleitlagers stellen einzelne Prägungen, vergleichbar mit Körnerpunkten, den Kontakt zwischen Welle und Verbundgleitlager her und sichern so die gute elektrische Leitfähigkeit, damit es im Bauteil mit montierten Gleitlagern beim kathodischen Tauchlackieren zu keinen Problemen aufgrund zu hoher elektrischer Widerstände kommt. So durchläuft das neue Verbundgleitlager, das bereits im Fahrzeugbauteil des Automobilherstellers oder des Zulieferers montiert ist, den Lackierprozess, ohne dass die Leistungsmerkmale des Lagers beeinträchtigt werden.
Unterschiedliche Scharnier-Materialien
Ein Grund für die Entwicklung des neuen PTFE-Verbundlagers, war der Trend in der Automobilindustrie bei Scharnieren auf unterschiedliche Materialien zu setzten, sagt Jäger. „Als Reaktion darauf und um dem Bedarf an korrosionsbeständigen Lagern ohne Kompromisse bei der Belastbarkeit zu entsprechen, haben wir die neue Lagerproduktreihe entwickelt“, erklärt der Manager. Die Ergebnisse zeigten, dass diese korrosionsbeständigen neuen „Norglide“-Lager Salzsprühnebel und Feuchtigkeit weit über ihre normalen Anwendungsbedingungen hinaus und besser als jeder andere Lagertyp auf dem Markt standhalten. Nach einer 1.000-stündigen Salzsprühnebelprüfung, bei der die Komponenten in Scharnieren aus galvanisiertem Stahl und Aluminium eingebaut waren, wiesen die Lager laut Jäger keinerlei Korrosion beziehungsweise Rost auf.
Eigener Werkzeugbau
Anlässlich der Produktvorstellung präsentierte Saint-Gobain Performance Plastics Pampus, die seit dem Jahr 1990 in Willich produzieren, erstmals die Produktion und den Bereich Forschung und Entwicklung (F+E) sowie die Testeinrichtungen. Das Werk mit rund 350 Beschäftigten, 20 davon in der F+E, hat eine extrem hohe Wertschöpfung. Lediglich das weiße PTFE-Pulver und die weiteren farbgebenden Füllstoffe sowie die Bleche aus Aluminium (Al), Stahl etc. werden eingekauft. Der gesamte Werkzeugbau für die teils filigranen Teile wird im Unternehmen geleistet.
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