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Folie mit 0,13 Millimetern Dicke
Beeindruckenden die zwei haushohen Anlagen mit einem Druckstempelweg von 14,5 Metern, in denen das PTFE-Pulver mit den Füllstoffen in zwei Druckstufen zu einem tonnenschweren Zylinder gepresst wird - maximal bis zu einer Höhe von 2,4 Metern. In der ersten Stufe wird in 0,08 Millisekunden bis drei Millisekunden bei einer Presskraft von 2.600 Kilonewton (kN) das eingefüllt Materialgemisch verdichtet und direkt anschließend bei gleicher Prozesszeit mit 11.000 kN das PTFE-Verbundmaterial als zylindrischer Block fertiggestellt. Mit 200 kN wird er ausgepresst und kommt in den Fertigungsprozess, der sogenannten Folienherstellung. Dort schälen spezielle Werkzeuge von dem rotierenden Block die Gleitlagerfolie. Die dünnste Folie hat eine Dicke von 0,13 Millimeter, als üblich gelten 0,25 Millimeter.
Über Saint Gobain
Saint-Gobain entwickelte sich mit dem Kauf des Willicher Unternehmens Pampus 1990 zu einem weltweit führenden Hersteller von Gleitlagern. Mit dieser Geschäftseinheit, die mit rund 1.000 Beschäftigten neben Norglide“-Lagern auch „Rencol“-Toleranzringe produziert, setzte der französische Konzern 2012 insgesamt 161 Millionen Euro um. Den Umsatz des letzten Jahres wollte Laurent Provost, Geschäftsführer in Willich, nicht beziffern. Wohl aber, das der Absatz der Gleitlager von über einer Milliarde Einheiten bis Ende 2014 auf mehr als zwei Milliarden Einheiten gestiegen ist.
Saint-Gobain feiert dieses Jahr seine Firmengründung vor 350 Jahren. Tradiertes Wissen, Erfahrung und Innovationsfähigkeit führten über die Zeit zur Entwicklung von innovativen Baustoffen und Hochleistungsmaterialien. Der in 64 Ländern vertretene Konzern mit weltweit rund 190.000 Beschäftigten erzielte in unterschiedlichen Geschäftsbereichen 2014 einen Umsatz von 41 Milliarden Euro.
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