Synthetisches Graphit SGL Carbon erhält Fördermittel für neuartiges Anodenmaterial

Redakteur: Lena Straßberger

SGL Carbon will aus synthetischem Graphit Anodenmaterial für Antriebsbatterien entwickeln. Der Zulieferer erhält eine Millionenförderung für seine Forschung.

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Graphitanodenmaterial der SGL Carbon: Das Unternehmen erhält Fördergelder, um das synthetische Material zu entwickeln.
Graphitanodenmaterial der SGL Carbon: Das Unternehmen erhält Fördergelder, um das synthetische Material zu entwickeln.
(Bild: SGL Carbon)

SGL Carbon bekommt knapp 43 Millionen Euro für die Entwicklung und Industrialisierung von Anodenmaterialien aus synthetischem Graphit für den Einsatz in Lithium-Ionen-Batterien. Die Forschung beinhaltet die Entwicklung von Anodenmaterialien mit besserer Leistungsfähigkeit, energieeffiziente und nachhaltige Herstellprozesse und neuartige Recyclingkonzepte. Die Entwickler wollen über die Projektlaufzeit bis 2028 einen geschlossenen Kreislauf für diese Zellkomponente aufbauen.

Warum synthetischer Graphit?

Synthetischer Graphit eignet sich als Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien. Im Vergleich zu Naturgraphit habe das Material laut SGL einige Vorteile: eine bessere Performance, höhere Qualitätskonstanz und einfachere Produktionsskalierbarkeit. Außerdem hat der Rohstoff lauf Unternehmen ein besseres Profil hinsichtlich Umweltschutz und Sicherheit in der Herstellung.

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Fördergelder und neue Jobs

Bund und Freistaat Bayern stellen für die Fördermittel, die über die Projektlaufzeit abgerufen werden können. Am Standort Meitingen (Landkreis Augsburg) sollen im Rahmen des Projekts 25 Arbeitsplätze gesichert werden beziehungsweise neu entstehen.

Das Förderprogramm läuft im Rahmen des zweiten europäischen IPCEI-Programms (Important Project of Common European Interest)/EU BatIn (European Battery Innovation), das eine wettbewerbsfähige europäische Wertschöpfungskette für Lithium-Ionen-Batterien aufbauen will.

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