Im Test Zehn Dinge, die uns am Toyota BZ4X aufgefallen sind

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Der BZ4X ist Toyotas erstes batterieelektrisches Modell. Überzeugen kann das E-Auto nicht: Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt nicht. Und aus OEM-Sicht wohl auch die Verkaufszahlen nicht.

Wir konnten den Toyota BZ4X testen.(Bild:  Sven Prawitz/Vogel Communications Group)
Wir konnten den Toyota BZ4X testen.
(Bild: Sven Prawitz/Vogel Communications Group)

Etwa 25 Jahre nach dem Ur-Prius hat Toyota das Modell BZ4X auf den Markt gebracht. Beharrlich hat der Hersteller seine elektrifizierten Antriebe weiterentwickelt und neben Renommee viel Wissen mit elektrischen Maschinen und Hochvoltspeicher gesammelt. Zudem ist Toyota der größte Autohersteller der Welt. Reicht das, um ein gutes E-Auto auf den Markt zu bringen? Offenbar nicht.

Den BZ4X gibt es wahlweise mit einem 150 kW starken Frontantrieb oder als Allradversion mit 160 kW – dann mit Elektromotoren an beiden Achsen. Unabhängig vom Antrieb ist eine gut 70 kWh große Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden verbaut. Die maximale Reichweite gibt Toyota mit 510 Kilometer (WLTP kombiniert) an. Den Ladestopp können Nutzer an einer DC-Ladesäulen mit bis zu 150 kW Leistung oder an der heimischen Wallbox (Wechselspannung, AC) einlegen.

Antriebssystem nicht effizient

Toyota hat dem Modell eine Wärmepumpe spendiert, die die Effizienz steigern soll. Den angegebenen Verbrauchswert von 14,7 kWh pro 100 Kilometer konnten wir im Testzeitraum nicht erreichen. Mit dem Antriebssystem und der Klimatisierung im Eco-Modus pendelte sich der Verbrauch bei etwa 19 kWh/100 km ein – auch bei Pendelstrecken im städtischen Umfeld.

Zur Ausstattung gehören noch Assistenzsysteme wie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, ein Pre-Collision-System mit Notbrems- und Kreuzungs-Assistent, einen Spurhalte- und einen Fernlichtassistenten sowie eine Verkehrszeichenerkennung. Im Innenraum ist ein acht Zoll großer Bildschirm verbaut.

Die Bildergalerie zeigt, was uns am Toyota BZ4X aufgefallen ist:

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Toyota bessert BZ4X nach: Neue Preise, höhere Effizienz

Offenbar spüren potenzielle Kunden, dass bei BZ4X das Verhältnis von Preis zu Leistung im Wettbewerbsvergleich nicht gut ist. Toyota gibt den Preis für den Testwagen mit 55.500 Euro (Basispreis 47.500 Euro) an. Der Absatz in Deutschland verläuft schleppend, wie die Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes zeigen:

  • 654 Stück in 2022
  • 3.150 Stück in 2023
  • 942 Stück im ersten Halbjahr 2024

Nach unserem Testzeitraum kündigte Toyota an, den BZ4X zu aktualisieren. Verbessert wurden laut Unternehmen die Effizienz des Antriebssystems, zudem wurden die Komfort- und Sicherheitsausstattung erweitert. Den Preis hat der OEM ebenfalls gesenkt – auf nun knapp 43.000 Euro. Für gut 4.000 Euro mehr bekommen Kunden die Ausstattungslinie „Team Deutschland“. Darin enthalten sind zum Beispiel Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Toter-Winkel-Warner, ein Aufmerksamkeits-Assistent und erstmals eine beheizbare Frontscheibe.

Das Topmodell „Lounge“ kostet nun 50.000 Euro. Eine Fußraumheizung vorne und Sitzheizungen sollen helfen, die Reichweite zu steigern. Schließlich könnten die Insassen damit darauf verzichten, den gesamten Innenraum zu klimatisieren. Im Paket ist zudem ein automatisches Einparksystem. Optionen sind ein Sound-Paket von JBL (2.790 Euro) oder ein Panoramaglasdach.

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