E-Fuels Verbände fordern Mindestquote für alternative Kraftstoffe

Autor Doris Pfaff

Eine Mindestvorgabe für Wasserstoff und E-Fuels für alle Verkehrsbereiche: Das fordern über 200 Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler.

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Mehrere Verbände fordern einen Mindestanteil für E-Fuels und Wasserstoff für alle Verkehrsbereiche.
Mehrere Verbände fordern einen Mindestanteil für E-Fuels und Wasserstoff für alle Verkehrsbereiche.
(Bild: James Cannon/Shell)

Verschiedene Verbände werben für eine Mindestquote von fünf Prozent für Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe, E-Fuels, in allen Anwendungen im Verkehrssektor bis 2030. Wasserstoff könne in Ländern hergestellt werden, die über mehr Wind- und Sonnenkraft verfügten als Deutschland, und dann als E-Fuels über bestehende Infrastrukturen wie Tankschiffe, Pipelines oder Lkw einfach und kostengünstig importiert werden, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der ADAC, die Herstellerverbände VDA und VDIK und der Kfz-Gewerbeverband ZDK.

Keine Konkurrenz der Energieträger

E-Fuels stünden damit nicht in Konkurrenz zu den knappen Mengen erneuerbaren Stroms in Deutschland. Eher werde das weltweite Potenzial erneuerbarer Energien besser erschlossen und die Wirkungsgradverluste von Wasserstoff und E-Fuels im Vergleich zur direkt elektrischen Nutzung in Deutschland kompensiert.

Eine Mindestvorgabe für Wasserstoff und E-Fuels sollte sich nicht nur auf die Luftfahrt konzentrieren, wie vom Bundesumweltministerium vorgeschlagen. Denn bei der Produktion von E-Fuels entstehen neben E-Kerosin auch Koppelprodukte wie E-Benzin und E-Diesel, die nicht in der Luftfahrt eingesetzt werden können, heißt es in dem Papier.

In einem gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission plädieren insgesamt 223 Verbände, Unternehmen und Wissenschaftler außerdem dafür, E-Fuels bei den CO2-Vorschriften für Fahrzeuge anzurechnen. Denn mit E-Fuels könnten die Klimaschutzziele in der Europäischen Union schneller und mit größerer Sicherheit erreicht werden, so die Auffassung der Verbände.

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