Kältemittel

Volkswagen setzt auf Kohlendioxid als Kältemittel

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Teurere Modelle nicht auszuschließen

Auf die Wolfsburger Ingenieure warten also neue Herausforderungen, um möglichst schnell entsprechende Lösungen zu präsentieren. „Über einen Zeithorizont können wir noch keine Angaben machen“, so Hoffmann. Mit der Neuentwicklung und dem Einsatz von Kohlendioxid als Kältemittel gehen für den Autobauer steigende Kosten einher. „Wir müssen eine anspruchsvollere Technik umsetzen.“ Eine mögliche Konsequenz: „Dass die Modelle teurer werden, lässt sich nicht ausschließen.“

Volkswagen will Strafen vermeiden

Verstöße gegen die Regelungen aus Brüssel können teuer werden. Strafen will Volkswagen vermeiden, so Hoffmann: „Wir wollen auf jeden Fall die gesetzlichen Vorgaben erfüllen.“ Im Extremfall droht die EU mit der Entziehung der Typgenehmigung. Die meisten deutschen und auch viele internationale Hersteller haben ihre aktuellen Baureihen aber mit älteren Zulassungen auf den Markt gebracht, die zunächst nicht die EU-Norm erfüllen müssen. Für Fahrzeuge, die bereits auf dem Markt sind, können sie bis 2017 das alte Kältemittel verwenden, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Bei Volkswagen sind die Regelungen auch für die für dieses Jahr geplanten Neuerscheinungen, vorwiegend Golf- und Polo-Derivate, sekundär. Allerdings „spielt es für 2014 eine Rolle“, erläutert Hoffmann, ohne auf konkrete Modelle einzugehen.

Automobilindustrie ist zwiegespalten

Im Streit um das richtige Kältemittel ist die Automobilindustrie zwiegespalten. Die Automobilhersteller konnten sich sechs Jahre auf die Richtlinie für mobile Klimaanlagen (MAC) vorbereiten. Kein anderer Hersteller hat Probleme mit dem sicheren Einsatz von R1234yf in seinen Fahrzeugen gemeldet. Allerdings hatte Daimler in den vergangenen Wochen und Monaten vom ADAC, zahlreichen Experten und Instituten Rückendeckung erhalten.

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