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Kältemittel Volkswagen setzt auf Kohlendioxid als Kältemittel

| Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Jan Rosenow

Daimler erhält im Kältemittelstreit mit der EU weitere Rückendeckung: Künftig will auch Volkswagen auf Kohlendioxid setzen. Die Konsequenz: Die Modelle könnten teurer werden.

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Volkswagen will die Klimaanlagen künftig auch mit Kohlendioxid befüllen.
Volkswagen will die Klimaanlagen künftig auch mit Kohlendioxid befüllen.
(Foto: Volkswagen)

Die deutschen Hersteller rücken beim Streit um das richtige Kältemittel für Klimaanlagen zusammen. Der Volkswagen-Konzern setze künftig das Kältemittel R744 (Kohlendioxid) in Klimaanlagen ein, teilte die Volkswagen AG am Freitag mit. Europas größter Autobauer folgt in der Befüllung seiner Klimaanlagen der Vorgehensweise von Daimler.

Damit tritt der Streit zwischen dem Stuttgarter Automobilhersteller und der Europäischen Kommission in eine neue Phase. Für einen besseren Umweltschutz hat die EU-Kommission die Abkehr vom Kältemittel R134a beschlossen. Seit Anfang 2013 schreibt sie die Nutzung des umweltfreundlicheren Kältemittels R1234yf für Fahrzeuge vor, die nach dem 1. Januar 2011 ihre Typengenehmigung erhielten. Allerdings haben Tests von Daimler ergeben, dass bei einem Fahrzeugbrand durch die Freisetzung von Flusssäure eine große Gesundheitsgefahr droht.

Volkswagen: „Schritt Richtung Klima- und Umweltschutz“

„Für uns war weniger die Sicherheitsdebatte ausschlaggebend, als vielmehr die Tatsache, dass wir damit einen konsequenten Schritt Richtung Klima- und Umweltschutz gehen“, erläutert VW-Sprecher Harthmuth Hoffmann gegenüber der Automobil Industrie Schwesterzeitschrift »kfz-betrieb ONLINE«. Volkswagen will bis zum Jahr 2020 die aus Brüssel vorgegebenen CO2-Grenzwerte von 95 Gramm einhalten. Bei den Tests des Wolfsburger Konzerns habe es keine sicherheitsrelevanten Auffälligkeiten gegeben.

Umrüstungen notwendig

Kohlendioxid gilt bei vielen Experten als klimafreundlichste Option und wird unter anderem auch vom Umweltbundesamt (UBA) empfohlen. Allerdings müssten heutige Klimaanlagen für den CO2-Einsatz umgerüstet werden, um die notwendigen höheren Druckverhältnissen zu erzeugen.

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