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Personalie Vorstand Schmauder verlässt ElringKlinger

| Redakteur: Christian Otto

Die Trennung zwischen Karl Schmauder und dem Unternehmen verlief wohl nicht ganz reibungslos. Zumindest gab es unterschiedliche Auffassungen innerhalb des Vorstandteams, das demnächst nur noch aus drei Mitgliedern besteht.

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Karl Schmauder verlässt ElringKlinger nach 34 Jahren.
Karl Schmauder verlässt ElringKlinger nach 34 Jahren.
(Foto: ElringKlinger)

Karl Schmauder, Mitglied des Vorstands der ElringKlinger AG, hat sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Herr Schmauder hat bis dato die Bereiche Vertrieb Erstausrüstung und Neue Geschäftsfelder verantwortet.

Ausschlaggebend waren laut dem Zulieferer unterschiedliche Auffassungen zwischen Schmauder und den übrigen Vorstandsmitgliedern über die zukünftige organisatorische und strategische Ausrichtung der ElringKlinger-Gruppe.

Dreigespann an der Spitze

Das hat auch Folgen für die Vorstandsstruktur von ElringKlinger: Zukünftig wird das Board wieder aus drei Mitgliedern bestehen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Wolf wird den Bereich Vertrieb Erstausrüstung von Herrn Schmauder übernehmen. Der Bereich Neue Geschäftsfelder wird wiederum von Theo Becker, Vorstand Produktion und Technik, in Personalunion verantwortet. Thomas Jessulat ist daneben weiterhin Vorstand für die Bereiche Finanzen/Controlling, IT sowie Gewerbeparks.

Dass es im Führungsgremium gehakt haben muss, zeigt auch die Aussage des Vorstandsvorsitzenden Wolf: „Es gibt Situationen, in denen unterschiedliche Auffassungen nicht mehr in Übereinstimmung zu bringen sind. Zum Wohle und im Interesse des Unternehmens ist es gut, in einem solchen Fall eine klare Richtung einzuschlagen.“ Er sei aber „froh“, dass man eine „einvernehmliche Lösung gefunden“ habe.

34 Jahre im Unternehmen

Die Personalie könnte auch mit den Schwierigkeiten des Unternehmens im Geschäftsbereich Erstausrüstungen zusammenhängen. Eine unerwartet hohe Nachfrage führte dort im letzten Jahr zu Kapazitätsengpässen. Bestellungen konnten zum Teil nicht bedient werden, weil Produktion und Vertrieb nicht nachkamen. Das dürfte auch Auswirkungen auf den diesjährigen EBIT des Unternehmens haben.

Schmauder war 34 Jahre bei dem Zulieferer in verschiedenen Positionen tätig.

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