Downgrade VW schrumpft Software-Tochter Cariad

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Cariad soll ein Drittel seiner Stellen abbauen – vor allem in der Lieferantensteuerung. Bei den Architekturen soll die VW-Tochter künftig Software liefern, statt Konzepte entwickeln.

„We are Cariad“ drückte im Januar 2023 der Messespruch noch Selbstbewusstsein aus. Mittlerweile ist klar, die VW-Tochter wird keine E/E-Architekturen mehr verantworten. Stattdessen soll sie Softwarebausteine entwickeln und die Pflege bestehender Architekturen unterstützen.(Bild:  Cariad)
„We are Cariad“ drückte im Januar 2023 der Messespruch noch Selbstbewusstsein aus. Mittlerweile ist klar, die VW-Tochter wird keine E/E-Architekturen mehr verantworten. Stattdessen soll sie Softwarebausteine entwickeln und die Pflege bestehender Architekturen unterstützen.
(Bild: Cariad)

Die Führung der kriselnden VW-Softwaretochter Cariad will bis zum Jahresende 1.600 Mitarbeiter entlassen. Darüber wurde die Belegschaft bei einer Betriebsversammlung informiert, berichtet das Handelsblatt. Der Stellenabbau betrifft Beschäftigte an den vier Standorten in Berlin, Ingolstadt, Mönsheim bei Stuttgart und Wolfsburg. Cariad beschäftigt zurzeit 5.900 Mitarbeiter. Der Stellenabbau soll hauptsächlich über Abfindungsprogramme erfolgen. Für die VW-Tochter besteht eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2029.

Jeder Cariad-Beschäftigte könne die Abfindungsangebote grundsätzlich annehmen. Die Geschäftsführung zielt jedoch weniger darauf ab, klassische Entwickler zu entlassen, heißt es beim Handelsblatt. Stattdessen möchte sie vor allem Angestellte abbauen, die bisher die Steuerung mit Zulieferern koordiniert haben.