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TRW Wählbare Lenkfunktionen

| Redakteur: Bernd Otterbach

TRW Automotive will wählbare Lenkfunktionen in seine elektrische Servolenkung integrieren. Mittels einer neuen Software hat der OEM bzw. der Fahrer die Möglichkeit verschiedene Funktionen auzusuchen.

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„Die elektrische Lenkung erlaubt eine variable Lenkkraftunterstützung. Zudem reagiert sie auch auf wechselnde Bedingungen von Fahrzeug und Umgebung wie Reifentyp, Beladung oder Fahrbahnoberfläche“, sagte Frank Lubischer, Vice President Steering Engineering bei TRW. Die Technik hilft dem Fahrer beispielsweise auch in der Fahrbahnspur zu bleiben, wenn sie mit einem kamerabasierten System kombiniert wird. In diesem Fall wird durch die haptische Rückmeldung an den Fahrer ein Zurücklenken in die Mitte der Fahrspur gewährleistet. Alternativ bietet das System auch eine vollständige automatische Fahrspurführung.

TRW stellt folgende Lenkfunktionen zur Auswahl:

· „Pull Drift Compensation“: Das System erkennt, wenn das Fahrzeug zu einer Seite driftet – beispielsweise durch einen Fehler in der Radaufhängung, eine geneigte Fahrbahn oder konstanten Seitenwind – und lenkt automatisch gegen.

· Aktive Kompensation von Störungen durch die Straße oder das Fahrzeug: Die Funktion reduziert rotatorische Lenkradvibrationen, die durch unebene Straßenoberflächen oder durch Unwucht an den Rädern entstehen.

· Kompensation von „Torque Steer“: Diese Funktion korrigiert den sogenannten Torque-Steer-Effekt, bei dem das Fahrzeug durch starke Beschleunigung in eine Richtung gezogen wird. Dieser Effekt tritt insbesondere bei frontgetriebenen Fahrzeugen mit hoher Motorleistung auf.

· Halbautomatisches Einparken: Durch die Integration mit Umgebungssensoren kann die EPS das parallele Einparken „automatisieren“.

· Personalisierung: Die Funktion ermöglicht es dem Fahrer, zwischen verschiedenen Lenkkonfigurationen zu wählen. So kann beispielsweise ein „Stadtmodus“ angewählt werden, bei der nur eine geringe Lenkkraft aufgebracht werden muss.

· Arbitrierung: Diese zentralisierte Funktion gewichtet verschiedene Aufgaben, wählt zwischen ihnen aus und begrenzt die Summe der angeforderten Lenkmomente. Wird eine Funktion beispielsweise aktiv, deaktiviert die Arbitierungs-Funktion gegebenenfalls eine andere Funktion, um negative Interaktionen zu vermeiden.

· Lenkempfehlungen: Die EPS kann mit dem Bremssystem interagieren, um zusätzliche Momentüberlagerungen anzufordern.

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