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Webasto wächst weiter

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MOR: Webasto wird Systempartner

Damit das auch so bleibt, investiert Webasto konstant in Forschung und Entwicklung, 187 Millionen Euro waren es 2014. Leichtbau sei nach wie vor in großes Thema, „bei allen Produkten unseres Hauses“, so Engelmann. Große Hoffnungen setzt man in das neue Konzept „Multi Optional Roof“ (MOR), das den Automobilhersteller mehr Flexibilität bei ihrer Modellgestaltung bietet. Auf eine definierte Karosserieschnittstelle können unterschiedliche Dachvarianten aufgesetzt werden: Panorama-, Schiebe- oder Faltdach, Leichtbaudächer aus Polycarbonat oder auch in Wagenfarbe lackierte Festdächer. Das Unternehmen wird mit diesem Konzept zum Systempartner der internationalen OEM-Kundschaft. Bereits in Serie sind Varianten des MOR-Konzepts beim Fiat 500 L und beim Range Rover und Range Rover Sport. „Für zwei weitere MOR-Varianten laufen die Vorbereitungen für den Anlauf noch in diesem Jahr“, bestätigte Engelmann. An sechs weiteren Entwicklungsprojekten werde gemeinsam mit verschiedenen OEMs gearbeitet. Für die IAA im September in Frankfurt kündigte er an, das MOR-Spektrum auf einem Fahrzeug zu zeigen, einschließlich eines in Wagenfarbe lackiertem Dachs.

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Cabrio-Markt: Lichtblick am Horizont

Nach Jahren anhaltender Flaute weht jetzt auch wieder ein Lüftchen im Oben-Offen-Geschäft. Der Webasto-Chef hofft auf „moderaten Umsatzanstieg“. Softtops fahren gerade neu im Audi TT Roadster sowie in BMW 2er Cabrio vor. Auch der Ford Mustang, Marktführer in den USA, trägt ein Textilverdeck „made by Webasto“. Die klare Tendenz: Aus Gewichtsgründen favorisieren die Kunden wieder verstärkt Softtops anstelle von Retractable Hardtops. Insgesamt 14 Entwicklungsprojekte mit Kunden in Europa, USA und Japan stecken bis 2018 in der Pipeline.

„Im Cabrio-Geschäft profitabel“

„Wir sind heute im Cabrio-Geschäft profitabel“, so Engelmann, allerdings habe das Kraft gekostet. Das Cabrio-Werk in England wurde geschlossen, die Cabriodach-Fertigung in der Slowakei an einen Standort zusammengelegt. Nach Auslauf des VW Eos in diesem Jahr auch das Werk in Portugal dicht. Engelmann fährt einen „Konsolidierungskurs“ im Cabrio-Bereich, zu dem aber auch gehört, dass im Stammwerk von Webasto-Edscha im niederbayerischen Hengersberg 2014 ein neues F&E-Zentrum bezogen wurde.

Thermogeschäft: Hochvoltheizer in Serie

Volvo und Chrysler sind die ersten Kunden, die die neuen Hochvoltheizer von Webasto in der Serie für Hybrid-Fahrzeuge einsetzen werden. Ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen, denn das erklärte Ziel lautet auch hier: Marktführer werden. Der Thermobereich trug 2014 eine knappe halbe Milliarde zum Gesamtumsatz bei. Neue Produkte, beispielsweise eine individuelle Standheizungssteuerung mittels App, aber auch neue Transportkühlsysteme für Kleinlaster, Transporter und Kastenwagen erschließen neue Märkte und Kunden.

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