Elektromobilität Wissing schließt „absurd hohe“ Kaufförderung für E-Autos aus

Quelle: dpa

Ein Pressebericht über teuren Aktionismus im Bundesverkehrsministerium sorgt zum Wochenbeginn für großen Wirbel. Der zuständige Minister gibt sich nun alle Mühe, die Wogen wieder zu glätten.

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(Bild: Rehberg / VCG)

In der Debatte um mehr Klimaschutz auf den Straßen hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing einer massiven Anhebung der Kaufprämien für Elektroautos eine Absage erteilt. Er schließe aus, „dass wir eine absurd hohe Förderung für den Kauf von E-Fahrzeugen einführen“, sagte der FDP-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. Er betonte, dass er den Umstieg auf klimaneutrale Mobilität durch marktwirtschaftliche Anreize erreichen möchte. Wissing schloss es außerdem ausdrücklich aus, eine Abwrackprämie einzuführen.

Das „Handelsblatt“ hatte am Montag über Pläne des Ministeriums berichtet, die Kaufprämie für reine E-Autos bis 2027 zu verlängern und deutlich zu erhöhen. Demnach sollten Käufer ab dem zweiten Halbjahr 2023 zudem ein mindestens elf Jahre altes Verbrennerauto verschrotten müssen, um noch die volle Förderung zu erhalten. Der Zeitung zufolge gehen die Vorschläge aus einem Gutachten für die Regierung hervor, in dem Forschungsinstitute den Entwurf für ein geplantes Klimaschutzsofortprogramm bewertet haben.

Keine neue Abwrackprämie geplant

Wissing machte deutlich, er plane keine Abwrackprämie und keine höhere E-Mobilitätsprämie. „Zwischen den Ministerien mag es auf Arbeitsebene einen Austausch geben, indem bestimmte Positionen zur Diskussion gestellt werden“, sagte er im Deutschlandfunk. „Die Position des Verkehrsministers ist das eindeutig nicht.“

Umweltverbände warnten davor, auf höhere und längere Kaufprämien zu setzen. Der Autofahrerclub ADAC machte sich dagegen für Kaufanreize auch über das Jahr 2025 hinaus stark.

2025 ist Schluss mit Subventionen

Die Bundesregierung verwies zunächst auf laufende interne Abstimmungen. Grundsätzlich wurde schon eine Neuausrichtung der Prämien ab 2023 angekündigt. Gefördert werden sollen künftig nur noch E-Autos, die „nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt“ haben, heißt es im Koalitionsvertrag. Festgemacht werden soll das am elektrischen Fahranteil und der elektrischen Mindestreichweite. Über Ende 2025 hinaus seien die Kaufprämien nicht mehr erforderlich.

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