Zulieferer ZF: Verlässt E-Divisionschef Jörg Grotendorst den Zulieferer?

Autor Sven Prawitz

Laut Medienberichten verlässt Jörg Grotendorst, Leiter der Division E-Mobility des Automobilzulieferers ZF, das Unternehmen. ZF gibt dazu keinen Kommentar.

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Verlässt Jörg Grotendorst den Zulieferer ZF? Medienberichte kommentiert das Unternehmen bisher nicht.
Verlässt Jörg Grotendorst den Zulieferer ZF? Medienberichte kommentiert das Unternehmen bisher nicht.
(Bild: Dominik Gigler/ZF)

Wie der Südkurier am Donnerstag (26. März) berichtete, wird Jörg Grotendorst, Leiter Division E-Mobility, den Zulieferer ZF verlassen. Es sei zu einem Zerwürfnis zwischen dem ZF-Vorstandsvorsitzenden Wolf-Henning Scheider und Grotendorst gekommen. In der Folge habe Grotendorst gekündigt und der Bodenseer Regionalzeitung nach bereits eine neue Stelle: Vom Aufsichtsrat seines zukünftigen Arbeitgebers sei Grotendorst „bereits bestellt worden“. Es handele sich dabei um ein „automobilnahes Unternehmen mit großem Zuliefererbereich“

Ein Sprecher von ZF wollte die Berichte rund um Grotendorst gegenüber »Automobil Industrie« nicht kommentieren. Auch Scheider hatte bereits auf der Bilanzpressekonferenz am gestrigen Donnerstag Nachfragen nicht beantwortet. Grotendorst trat zum 1. November 2015 unter Scheiders Vorgänger Stefan Sommer in das Unternehmen ein. Seit Januar 2016 leitet Grotendorst die zu diesem Zeitpunkt neu gegründete Elektromobilitätssparte von ZF Friedrichshafen.

ZF mit massivem Gewinneinbruch

Der Zulieferer hatte in seiner Bilanzpressekonferenz für das vergangene Geschäftsjahr einen annähernd unveränderten Umsatz, jedoch einen stark verringerten Gewinn berichtet. Dieser sank von 900 Millionen Euro (2018) auf 350 Millionen Euro. Gründe dafür waren nach Scheiders Angaben unter anderem der Brexit, Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie ein allgemein schwächeres Wachstum in der Volksrepublik.

Für das aktuelle Geschäftsjahr wagte Scheider aufgrund der Corona-Pandemie keinen Ausblick auf die Geschäftszahlen. Große Hoffnung setzt der ZF-Vorstandsvorsitzende auf die Übernahme des Bremsenherstellers Wabco. „Mit den Produkten von Wabco können wir als kompletter Zulieferer für Nutzfahrzeuge aufzutreten und Technologien sowie Dienstleistungen für ganze Lastzüge anbieten“, sagte Scheider.

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