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Tradition

30 Jahre Alfa Romeo 164: Pininfarina für alle

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Chronik des Alfa Romeo 164 1978 bis 1988

  • 1978: Im Oktober unterzeichnen Saab und Fiat eine Absichtserklärung über die Entwicklung eines Kooperationsmodells mit Frontantrieb unter den Marken Saab und Lancia
  • 1979: Die Entwicklung der neuen Modellreihe der oberen Mittelklasse beginnt unter dem Projektnamen Tipo Quattro beziehungsweise Tipo 4.
  • 1980: Das Design des Tipo-4-Projekts wird in den Grundzügen von Giugiaro konzipiert für Saab 9000 und Lancia Thema sowie nun auch Fiat Croma
  • 1981: Alfa lanciert das Entwicklungsprojekt für eine große Heckantriebs-Limousine
  • 1982: Alfa-Romeo-Chef Ettore Massacesi entscheidet sich für eine Beteiligung am Tipo-4-Projekt. Das nun zum Frontantriebs-Fahrzeug mutierte Flaggschiff soll den erfolglosen Alfa6 und die betagte Alfetta bzw. die Weiterentwicklung Alfa 90 ablösen
  • 1984: Am 24. Mai erlebt der Saab 9000 sein Pressedebüt, die Serienfertigung läuft aber erst im Folgejahr an. Im Oktober erfolgt der Marktstart des Lancia Thema
  • 1986: Die Ford Motor Company ist an einer Übernahme von Alfa Romeo interessiert, den Zuschlag erhält aber Fiat. Die Lancia-Thema-Verkaufszahlen übertreffen alle Erwartungen, sodass Lancia eine zweite Produktionslinie im Alfa-Romeo-Werk in Arese startet neben der bestehenden Fertigungslinie in Chivasso
  • 1987: Auf der Frankfurter IAA feiert im September der Alfa 164 Weltpremiere. Der 164 verfügt als erster großer Alfa über Vorderradantrieb und erhält eine Teilverzinkung ,später Vollverzinkung, im Rahmen einer Korrosionsschutzoffensive. Das Design wurde durch Pininfarina mitentwickelt, der die Formensprache des Alfa-Flaggschiffs auch auf den Peugeot 605 von 1989 überträgt. Ausgeliefert wird der Alfa 164 erst im Modelljahr 1988 und damit 18 Monate später als geplant
  • 1988: Im September deutsche Markteinführung für den Alfa 164. Vor dem Grand Prix von Monza wird der Alfa 164 ProCar vorgestellt. Das Fahrzeug mit 456 kW/620 PS starkem 3,5-Liter-V10-Aggregat von Alfa Romeo nutzt ein F1-Chassis von Brabham. Zur von Bernie Ecclestone in Kooperation mit Alfa Romeo angestrebten ProCar-Rennserie im Vorfeld von Formel-1-Rennen kommt es aber nicht

Chronik des Alfa Romeo 164 1990 bis 1998

  • 1990: Im Juli Facelift zum Modelljahr 1991 („Maquilage 90“ genannt) mit tiefer positionierter Antriebseinheit zugunsten besserer Fahreigenschaften und neuem Spitzenmodell Alfa 164 Quadrifoglio Verde mit 147 kW/200 PS starkem 3,0-Liter-V6 für 237 km/h Vmax. Der Alfa 164 wird nun auch in den USA angeboten, dies über ein Vertriebs-Joint-Venture mit Chrysler. Es fehlt dennoch an ausreichend vielen Vertriebspartnern, so werden im ersten Jahr nur 1.549 Alfa 164 in den USA verkauft, 2.155 im Jahr 1991 und 1.721 im Jahr 1992, dann zieht Fiat die Reißleine und beendet das US-Engagement
  • 1991: Im Februar Einführung eines 2,0-Liter-V6-Motors. Auf Basis des Alfa 164 entsteht das Concept Car Proteo. Der als Zweisitzer konzipierte 164 Proteo hat eine Länge von 4,15 m und eine Breite von 1,81 m
  • 1992: Zweites Facelift zum Modelljahr 1993, neu sind Sechszylinder mit 24-Ventil-Technik und die Ausstattungslinie Super mit in Wagenfarbe lackierten Schwellern, Seitenschutzplanken und Schürzen
  • 1993: Der Alfa 164 ist optional als Q4 mit permanentem Allradantrieb lieferbar
  • 1994: Drittes Facelift, nun erhalten alle Alfa 164 die Optik der bisherigen Version Super. Der Fahrer-Airbag wird Standard.
  • 1997: Am 27. Juni endet die Produktion des Alfa 164 nach rund 269.000 Einheiten
  • 1998: Die letzten Einheiten des Alfa 164 werden zugelassen und der Nachfolger wird als Alfa Romeo 166 vorgestellt

Wichtige Motorisierungen

  • Alfa 164 TS (Twin Spark) mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner (105 kW/143 PS bzw. 106 kW/144 PS bzw. 109 kW/148 PS)
  • Alfa 164 2.0 Turbo mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner (129 kW/175 PS)
  • Alfa 164 2.0 V6 mit 2,0-Liter-V6-Benziner (148 kW/201 PS bzw. 150 kW/204 PS bzw. 154 kW/210 PS)
  • Alfa 164 3.0 V6 mit 3,0-Liter-V6-Benziner (132 kW/180 PS bzw. 135 kW/184 PS bzw. 138 kW/188 PS bzw. 147 kW/200 PS)
  • Alfa 164 3.0 V6 24V mit 3,0-Liter-V6-Benziner (155 kW/211 PS bzw. 171 kW/232 PS)
  • Alfa 164 3.0 V6 24V Q4 (Allrad) mit 3,0-Liter-V6-Benziner (171 kW/232 PS)
  • Alfa 164 Turbo D mit 2,5-Liter-Vierzylinder-Diesel (84 kW/114 PS bzw. 86 kW/117 PS bzw. 92 kW/125 PS).

Produktionszahlen Alfa Romeo 164

  • 268.757 Einheiten (1987-1997), davon
  • 88.757 Alfa 164 2.0 TS beziehungsweise Turbo (1987-1990)
  • 26.604 Alfa 164 Turbodiesel (1987-1990)
  • 33.112 Alfa 164 3.0 V6 (1987-1990)
  • 37.118 Alfa 164 2.0 TS und 2.0i V6 Turbo (1991-1992)
  • 9.301 Alfa 164 3.0 V6 (1991-1992)
  • 8.911 Alfa 164 Turbodiesel (1991-1992)
  • 15.532 Alfa 164 2.0 TS und 2.0 Super (1992-1993)
  • 5.181 Alfa 164 Turbodiesel (1992-1993)
  • 7.166 Alfa 164 3.0 V6 (1992-1993)
  • 1.406 Alfa 164 Q4 Allradversionen
  • 37.075 Alfa 164 (1994-1997)

Preise Alfa Romeo 164

  • 3.0 V6: 45.200 D-Mark (1988)
  • 3.0 V6 24V Quadrifoglio: 71.700 D-Mark (1993)
  • 3.0 V6 Super: 59.800 D-Mark (1996)

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