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60 Jahre Automobil Industrie

50 Jahre LuK: Inspiration und Innovation

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Das automatisierte Schaltgetriebe

Kurz darauf entwickelte LuK zusammen mit Volkswagen für den Lupo ein automatisiertes Schaltgetriebe und setzte damit einen weiteren Meilenstein in der Kraftstoffeffizienz. Knapp 20 Jahre nach der erfolgreichen Entwicklung des ZMS optimierte LuK die Schwingungsdämpfung noch einmal. Die Integration eines Fliehkraftpendels erweitert die Dämpfungskapazität im ZMS um eine zusätzliche drehlzahladaptive Komponente. Diese 2008 eingeführte Technologie sorgt zusammen mit der Grundisolation der Schwingungen durch das Feder-Masse-System des ZMS für Isolationsgrade von mehr als 90 Prozent.

Restschwingungen beseitigen

Auch bezogen auf den Bauraum punktet der neuartige Tilger: Das Pendel ersetzt den Innendämpfer eines konventionellen ZMS und ist somit nahezu bauraumneutral. Die Grundisolation der Schwingungen wird weiterhin durch das ZMS mit Feder-Masse-System ausgeführt, die Restschwingung beseitigt das Fliehkraftpendel. Als Resultat lassen sich die Motoren auch bei äußerst geringen Drehzahlen sehr harmonisch und komfortabel fahren, sodass die Getriebeübersetzung länger und damit verbrauchseffizienter ausgelegt werden kann. Dies gilt sowohl für Handschalt- als auch für Doppelkupplungs- und Stufenautomatgetriebe.

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Erste selbstnachstellende Kupplung

Ein weiterer Meilenstein gelang LuK 1995 mit der weltweit ersten selbstnachstellenden Kupplung. Prinzipiell besteht ein linearer Zusammenhang zwischen den Motordrehmomenten und der Betätigungskraft für die Kupplung. Bei konventionellen Pkw-Kupplungen ist die Anpresskraft im Reibkontakt üblicherweise viermal so hoch wie die maximale Kupplungsbetätigungskraft. Letztere steigt verschleißbedingt über die Jahre um etwa 40 Prozent an.

Betätigungskräfte reduzieren

Da die Drehmomente der Motoren ständig steigen, müsste auch der Fahrer immer größere Kraft zum Treten des Kupplungspedals aufwenden. Deshalb steht die Reduzierung der Betätigungskräfte seit Jahren im Mittelpunkt der Kupplungsentwicklung. LuK hat dafür die richtige Lösung gefunden: die selbstnachstellende Kupplung SAC (Self Adjusting Clutch). Sie hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten durchgesetzt und ermöglicht für viele hochmotorisierte Fahrzeuge vertretbare Kupplungspedalkräfte ohne aufwendige Unterstützungssysteme.

Die verschleißnachstellende Kupplung

Die verschleißnachstellende Kupplung SAC aktiviert über einen Kraftsensor (Sensor-Tellerfeder) den Verschleißausgleich durch Verdrehen eines Rampenrings. Dieser Ausgleichsmechanismus ermöglicht zum einen niedrigere Betätigungskräfte und zum anderen eine um 50 Prozent längere Lebensdauer der Kupplung. Bestehend aus einer Sensor-Tellerfeder (Kraftsensor) und einem tiefgezogenen Stahlnachstellring, bietet diese Verschleißnachstellung eine sehr hohe Funktionsgenauigkeit. Da für eine komfortable Kupplungsbetätigung neben geringen Betätigungskräften auch ein harmonischer Betätigungskraftverlauf erforderlich ist, wurden in der SAC Möglichkeiten zur fahrzeugspezifischen Anpassung der Kennlinien geschaffen. Beispiel hierfür ist die Kompensationsfeder, die häufig gewünschte flachere Kennlinien erzeugen kann. Das System zeigt auch für die künftigen Anforderungen noch beachtliches Weiterentwicklungspotenzial. Beispielsweise hat LuK inzwischen eine zweite Generation der SAC entwickelt, die sich durch einen vereinfachten Aufbau und erweiterte Einstellungsmöglichkeiten auszeichnet.

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