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Werkstoffe AHC Oberflächentechnik jetzt in China

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Das Beschichtungsunternehmen AHC Oberflächentechnik hat im chinesischen Hangzhou einen neuen Standort für den asiatischen Markt eröffnet.

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AHC China besitzt mit dem Werk in Hangzhou einen neuen Standort für den asiatischen Markt.
AHC China besitzt mit dem Werk in Hangzhou einen neuen Standort für den asiatischen Markt.
(Foto: AHC)

Unter dem neuen Namen Hangzhou AHC Surface Treatment Technology Co., Ltd. betreibt das niederländische Industrieunternehmen Aalberts Industries seit rund zwei Jahren ein Werk zur Oberflächenbehandlung in der Nähe von Shanghai (China). Seit Januar ist das Werk in die AHC Gruppe eingebunden, die wiederum selbst ein Teil der Aalberts Industrie NV ist.

Technische Beschichtungen für die Autoindustrie

Schwerpunkt des Geschäftsfeldes der AHC-Gruppe mit Stammsitz in Deutschland bilden technisch-funktionelle Beschichtungen von Oberflächen als Dienstleistung. Die weltweit agierende AHC-Gruppe mit mehr als 900 Mitarbeitern veredelt jährlich rund eine Milliarde Bauteile für viele tausend Kunden. Insgesamt kommen in rund 20 Werken mehr als 40 Verfahren und mehr als 100 Verfahrensvarianten zum Einsatz. AHC ist als Oberflächenbeschichter Zulieferer für den Maschinenbau und Systemlieferanten wie Bosch, Schaeffler und TRW Automotive. Das Unternehmen beschichtet Kraftstoffpumpengehäuse, Verdichterräder für Turbolader oder Steuerkolben für Automatikgetriebe, allesamt aus Aluminium-Legierungen.

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Hauptsächlich Aluminiumbeschichtungen

Vor Ort arbeiten 50 Mitarbeiter in der Eloxierung und Harteloxierung sowie der chemischen Vernickelung von Aluminium-Bauteilen. Darüber hinaus werden mit diversen Chemisch Nickel-Verfahren auch Buntmetalle und Eisenwerkstoffe einschließlich Edelstähle behandelt. Während mit den erstgenannten Verfahren Aluminiumoxidschichten erzeugt werden, beschichtet man mit dem zweiten Verfahren die Oberfläche mit einer Nickel-Phosphor-Legierung. Bei den Verfahren der hartanodischen Oxidation von Aluminium-Werkstoffen (Hart-Coat) und der chemischen Vernickelung von Eisen- und Nicht-Eisen-Werkstoffen (Durni-Coat) handelt es sich um Verfahren der Oberflächenveredelung, die AHC in Europa schon lange verwendet.

Neue Märkte im Blick

In China werden in der Eloxal-Linie Bauteile bis 1.000 Kilogramm Gewicht und mit Abmessungen bis 3.000 mm (Länge) x 600 mm (Breite) x 1.200 mm (Höhe) behandelt. Verfahren sind Harteloxal Hart-Coat, Hart-Coat Glatt (HC-GL) sowie Technisch Eloxal, jeweils mit der Möglichkeit des Schwarzeinfärbens und des Nachverdichtens. Für die Chemisch Nickel – Anlage eignen sich Bauteile mit einem Maximalgewicht von 1.500 Kilogramm und Maximal-Abmessungen von 1.100 mm (Länge) x 600 mm (Breite) x 1.500 mm (Höhe). Neben dem Durni-Coat-Verfahren wird auch eine Variante mit eingelagertem PTFE, das sogenannte Ptfe-Durni-Disp, angeboten. Hierbei handelt es sich um eine Trockenschmierschicht mit guten adhäsiven Verschleißeigenschaften. AHC will mit der Eingliederung des neuen Werkes auf dem asiatischen Markt weitere Marktanteile gewinnen.

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