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Interview: Modernes Infotainment für alle
Audi bringt im neuen A3 erstmals Infotainmentsysteme auf Basis des „Modularen Infotainmentbaukasten“ (MIB) in Serie. »Automobil Industrie« sprach mit dem Leiter der Infotainment-Entwicklung von Audi, Dr. Peter Steiner, über die Eigenschaften des neuen Konzepts.

Aus welchen Komponenten besteht der „Modulare Infotainmentbaukasten“, kurz MIB?
Herzstück ist ein Zentralrechner, bestehend aus einem Motherboard (für alle langlebigen und Vernetzungsfunktionen) sowie einem einsteckbaren Multimedia-Extensionboard, einer Phonebox, einem WLAN-Modul und fakultativ einem integrierten oder ausgelagerten Soundverstärker. Weitere Bestandteile sind das Bedienteil mit Dreh-Drücksteller, in das ein Touchpad zur vereinfachten Eingabe von Buchstaben/Zeichen integriert ist und das ultradünne Display.
Ist die Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) des MIB konzernweit einheitlich?
Der Baukasten besteht aus drei Gerätekonzepten (Entry/ Standard/High). Diese sind jeweils über den Volkswagen-Konzern hinweg gleich, unterscheiden sich aber durch die markenspezifischen Bedienoberflächen.
Wer sind die wichtigsten Lieferanten für den MIB?
Bang & Olufsen liefert High-End-Soundsysteme, Harman den Zentralrechner und Nvidia den Tegra Chip des Multimedia-Extensionboards. E-So-lutions, unser Joint Venture mit Elektrobit, entwickelt die Software für das High-End-System. Diese greift auf Softwaremodule namhafter Unternehmen wie etwa Elektrobit, Parrot und viele weitere zu.
Wie offen ist der MIB für neue Techniken und Lieferanten?
Die Software ist so modular gestaltet, dass die Werkstatt oder sogar der Autofahrer bequem Updates vom Audi-Server herunterladen und aufspielen kann.
Bietet der A3 den vollen Funktionsumfang des MIB?
Das ist die erste Generation des MIB im Konzern. Wir werden über seine Laufzeit sicher noch viele neue Funktionen nachschieben.
Welche?
Unabhängig vom A3 wird der MIB sicher in Zukunft noch stärker mit dem Fahrzeug vernetzt sein. Fahrerassistenzsysteme und fahrerspezifische Anzeige- und Bediensysteme werden dabei auch eine Rolle spielen.
Das Interview führte Jürgen Goroncy.
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