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Autonomes Fahren Audi RS7 Concept: Pilotiert zur Bestzeit

| Autor / Redakteur: SP-X / Thomas Günnel

Um die Möglichkeiten des autonomen Fahrens zu demonstrieren, lässt Audi Prototypen Bestzeiten auf der Rennstrecke fahren. Die Technik funktioniert. Fast überall. Wir waren Beifahrer.

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Dass das autonome Fahren kommt ist sicher, nur nicht, wann. Zumindest auf der Rennstrecke zeigt Audi mit dem Prototypen eines RS7, was pilotiert möglich ist.
Dass das autonome Fahren kommt ist sicher, nur nicht, wann. Zumindest auf der Rennstrecke zeigt Audi mit dem Prototypen eines RS7, was pilotiert möglich ist.
(Foto: Audi )

Autonomes Fahren kommt, gar keine Frage. Wann, das ist hingegen eine große Frage. Selbst wenn es technisch möglich wäre – aus juristischen Gründen dürften die Hersteller ihre Autos derzeit nicht fahrerlos durch die Gegend kutschieren lassen – zumindest in weiten Teilen Europas (noch) nicht, so schreibt es das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr vor. Doch angesichts der Energie, die die Hersteller mit einer frappierenden Selbstverständlichkeit in das Thema stecken, kann ein Scheitern aus juristischer Sicht nur ausgeschlossen sein. Und tatsächlich: Die Rechtswissenschaftler sind sich ihrer Sache sicher und fleißig dabei, die Konvention zu modifizieren.

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Sensorik noch nicht ausreichend

Aber auch in puncto Technik gibt es für die Ingenieure noch manche Aufgaben zu erledigen. Um das autonome Fahren sicher zu machen, darf es keinen Systemausfall geben. Die Insassen müssen sich zu einhundert Prozent auf das Funktionieren der Komponenten verlassen können. Demnach reicht die in den heutigen Autos montierte Sensorik, zu denen Kameras, Radargeräte sowie Ultraschall gehören, keineswegs aus. Alleine eine ausgeblichene Markierung könnte schon zu einem schweren Unfall führen. In diesem Zusammenhang werden Car to Car sowie Car to x-Systeme immer wichtiger, an denen die Autoindustrie gemeinsam mit wichtigen Zulieferern arbeitet.

Kameras zeichnen die Strecke auf

Der Audi RS7-Prototyp, den der Hersteller nach Ronda gebracht hat, damit er auf der Rennstrecke Ascari zeigt, wo der Hammer hängt, kann sich noch nicht auf Car to Car verlassen. Stattdessen verfügt er über ein komplexes Kamerasystem, das die Strecke scannt und aufzeichnet. Sogar die Bergketten im Hintergrund berücksichtigt der Rechner, wie der verantwortliche Testingenieur Peter Bergmiller erläutert. Der ist übrigens gar nicht so leistungsfähig, wie man vielleicht denken könnte. Die Techniker verwenden einen handelsüblichen 900-Megahertz-Prozessor – da kann mancher Heim-PC mehr.

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