Suchen

Studie Autonamen: Was Frauen und Männer mögen

| Redakteur: Thomas Günnel

Adam, Focus, X3, GLA, Q7 oder doch lieber Vanquish Volante? – Bei Autonamen gehen die Geschmäcker von Frauen und Männern deutlich auseinander, wie die Namensagentur Nomen International in einer Studie herausfand.

Firmen zum Thema

Bei Autonamen gehen die Geschmäcker von Frauen und Männern deutlich auseinander. Die Namen von Volumenmodellen sollen zudem international sympathisch klingen und inhaltlich übergreifende Themen bedienen.
Bei Autonamen gehen die Geschmäcker von Frauen und Männern deutlich auseinander. Die Namen von Volumenmodellen sollen zudem international sympathisch klingen und inhaltlich übergreifende Themen bedienen.
(Foto: Skoda)

Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Automodelle und -varianten auf den Markt. Neben der Technik und dem Design spielt der Name eine wichtige Rolle: Er muss auffallen und gefallen, schließlich wird er vergleichsweise häufig laut ausgesprochen. „Wer sich mit dem Namen nicht anfreunden kann, lehnt in den meisten Fällen auch das Auto ab.“, erklärt Sybille Kircher, Geschäftsführerin von Nomen International in Düsseldorf. Welche Namen die Deutschen ansprechen, hat die Namensagentur nun in einer repräsentativen Studie ermittelt.

Männer mögen kraftvolle Namen

Das Ergebnis: Inhaltlich geben Männer Namen den Vorzug, die auf Kraft, Technologie oder Selbstdarstellung abzielen. Im Unterschied dazu reagieren Frauen positiver auf lifestyle-bezogene Themen wie Reisen, „Sunbeat“, oder Geselligkeit, „Friend-me“. Darüber hinaus bevorzugen Männer männlich klingende Namen wie „Venator“, „Polestar“, „Bugster“. Frauen mögen dagegen einen weiblichen Wortklang, etwa „Gloria“ oder „Kedra“. Namenspräferenzen hängen auch mit dem Alter der Zielgruppe zusammen. Die Befragten unter 44 Jahren fanden englische Namen am attraktivsten: „Surf“, „Rocks“ oder „Mighty“. Inhaltlich kamen die Themen Entdecken, Sport und Musik gut an. Demgegenüber fühlten sich die älteren Befragten tendenziell von Namen lateinischen Ursprungs angezogen, „Venator“ oder „Gloria“. Sie empfanden die lateinischen Namen als leichter aussprechbar und verbanden damit inhaltlich insbesondere Prestige, Qualität und Komfort.

Autofans mögen High-Tech-Namen

Dennoch lassen sich Verbraucher nicht in Schubladen stecken. Unabhängig vom Geschlecht zeigte sich, dass autoaffine Personen Namen bevorzugen, die an High-Tech, „Technospace“ und Fahrspaß „Crosslane“ denken lassen. Personen, die sich nicht für Autos interessieren, präferierten dagegen Namen, die elegant, entspannt und angenehm klingen, wie „Taleo“ oder „Sunbeat“. Allen Befragten gemeinsam war die Abneigung gegen Namen, die sich nur schwer aussprechen lassen, zum Beispiel „MKT“ oder „Z-spec“. In der Praxis lassen sich die Zielgruppen gerade bei Volumenmodellen jedoch nicht trennscharf abgrenzen: „In diesen Fällen entscheiden sich die Hersteller zumeist für offene Namen, deren Klang international als sympathisch empfunden wird und die inhaltlich übergreifende Themen wie Mobilität oder Lebensfreude bedienen“, erklärt Kircher.

So wurde getestet

Untersucht wurde, wie Verbraucher auf neue Modellnamen reagieren. Befragt wurden dazu 500 Verbraucher im Juni 2013 – jeweils etwa zur Hälfte Männer, 49 Prozent, und Frauen, 51 Prozent. 40 Prozent der Befragten waren zwischen 18 und 44 Jahren alt, die übrigen Teilnehmer waren älter. Weitere Kriterien waren Einkommen und Interessen. Es wurden 46 Namen vorgelegt, darunter eher unbekannte Prototyp-Namen sowie einige frei erfundene Namen. Die dazugehörigen Dachmarken wurden nicht mitgenannt, um die Namensbewertung nicht zu beeinflussen.

(ID:42297103)