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Bertrandt investiert in Fahrzeug-Emissions-Prüfzentren

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Bertrandt investiert in zwei neue, konzeptgleiche Prüfzentren. In den Zentren soll es auch möglich sein, besondere Fahrsituationen wie Bergfahrten oder Heißland-Tests zu simluieren.

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Bertrandt investiert insgesamt rund 80 Millionen Euro in neue Prüfzentren.
Bertrandt investiert insgesamt rund 80 Millionen Euro in neue Prüfzentren.
(Foto: Bertrandt)

Der Entwicklungsdienstleister Bertrandt investiert rund 40 Millionen Euro in sein neues Fahrzeug-Emissions-Prüfzentrum im Freisinger Gewerbegebiet „Clemensänger“. Der Spatenstich erfolgte vor einigen Tagen – im September soll der Rohbau fertig sein. Die Inbetriebnahme des Prüfzentrums mit anschließendem Produktionsstart ist für den Sommer 2020 geplant. Neben konventionellen Antrieben mit unterschiedlichen Kraftstoffen sollen im neuen Prüfzentrum auch alternative Antriebskonzepte wie Hybrid- oder Elektroantriebe getestet und abgesichert werden.

Die Schwerpunkte des Zentrums liegen laut Bertrandt auf Zertifizierung, Homologation, Real-Drive-Emissions-Entwicklungen sowie weiteren Entwicklungsumfängen. Parallel zum rund 5.500 Quadratmeter großen Prüfzentrum in Freising entsteht ein zweites Fahrzeug-Emissions-Prüfzentrum in Tappenbeck bei Wolfsburg, in das Bertrandt ebenfalls rund 40 Millionen Euro investieren will.

Simulation besonderer Fahrsituationen

Der Entwicklungsdienstleister teilt mit, dass die beiden Gebäude konzeptgleich sind. Eine Besonderheit an beiden Standorten soll der Rollenprüfstand mit Höhenkammer sein: In der Kammer können Höhen von bis zu 4.200 Metern simuliert werden. Zusätzlich verfüge diese über eine Sonnensimulation, welche unterschiedliche Sonneneinstrahlungen abbilden kann. Diese Prüfzelle ist als Hochleistungssystem mit 550 Kilowatt Nennleistung und einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h ausgelegt.

Damit ist es möglich, besondere Fahrsituationen zu simulieren – zum Beispiel Bergfahrten oder Heißland-Tests. Das bedeutet, Automobilhersteller müssen nicht mehr für jeden einzelnen Test in die spezifischen Länder fahren, sondern können diese vor Ort durchführen. Bertrandt sieht das als einen wichtigen Schritt in Richtung Effizienz und Nachhaltigkeit in diesem Bereich.

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