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Bertrandt Bertrandt mit speziellem Prüflabor für den Fußgängerschutz

| Redakteur: Christian Otto

Der Entwicklungsdienstleister hat sein Leistungsangebot im Fußgängerschutz ausgebaut. Dazu investierte Bertrandt am Standort Ingolstadt in ein zusätzliches Prüflabor mit Schwerpunkt Fußgängerschutzsensorik.

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Der Fußgängerschutz-Prüfstand mit verfahrbarem Portal und elektromagnetischem Antrieb bildet das Herzstück des neuen Labors von Bertrandt in Ingolstadt.
Der Fußgängerschutz-Prüfstand mit verfahrbarem Portal und elektromagnetischem Antrieb bildet das Herzstück des neuen Labors von Bertrandt in Ingolstadt.
(Foto: Bertrandt)

Der Fußgängerschutz hat sich zu einem der führenden Sicherheitsthemen im automobilen Entwicklungsprozess entwickelt. Deshalb hat Bertrandt am Standort Gaimersheim sein Engagement in der Fußgängerschutzentwicklung ausgebaut und in ein neues Prüflabor investiert.

Herzstück des neuen Labors bildet ein Prüfstand mit verfahrbarem Portal und elektromagnetischem Antrieb. Die neue Technik des elektromagnetischen Beschleunigers ermöglicht Impaktoren-Prüfungen bis zu einer Geschwindigkeit von 55 km/h.

Beschleunigungsanlage mit elektromagnetischem Antrieb

„Kern des neuen Labors ist eine Prüfanlage mit elektromagnetischem Antrieb der FronTone GmbH aus Feldkirchen/Graz“, erklärt Kai Golowko, Abteilungsleiter Fahrzeugsicherheit bei Bertrandt in Gaimersheim. „Mithilfe eines Schlittens kann die Prüfanlage geregelt eine Vielzahl von Impaktoren mit hoher Präzision beschleunigen.“ Als wesentliche Vorteile der neuen Prüfanlage nennt Golowko die Erhöhung der möglichen Auftreff-Geschwindigkeit sowie die Mobilität der Anlage.

„Durch die mobile Ausführung des Beschleunigers mit einem verfahrbaren Portal ist ein effizienter und schneller Prüfbetrieb gewährleistet – auch für mehrere Fahrzeugprojekte gleichzeitig“, so Golowko. Über Luftkissen können zwei Mitarbeiter den Prüfstand unkompliziert und schnell positionieren.

Versuche auch in der Klimakammer möglich

Weiterhin entfällt die Einrichtung eines Prüffahrzeugs vor dem Prüfstand, da der Beschleuniger innerhalb des Portals in allen drei Raumrichtungen verfahrbar ist. Als weiteren Vorteil nennt Kai Golowko Prüfmöglichkeiten unter klimatischen Bedingungen: „Da das Portal mobil ist, können nun erstmals auch Versuche in einer Gesamtfahrzeugklimakammerdurchgeführt werden. Dies erweitert das Prüfspektrum um einen Temperaturbereich von -40 °C bis +85 °C.“

Mit insgesamt drei Prüfanlagen für den Fußgängerschutz – Prüfstand für Kopfaufprallversuche mit einem Energieeintrag von bis zu 520 Joule, Prüfstand für Bein-/Hüftanprallversuche mit einem Energieeintrag von bis zu 820 Joule, Prüfstand für diverse Fußgängerschutzimpaktoren mit einem Energieeintrag von bis zu 2.500 Joule – deckt das Bertrandt-Labor in Ingolstadt alle Prüfanforderungen in diesem Themenkomplex ab.

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