Elektrostrategie BMW hält an der Brennstoffzelle als Alternative zur Batterie fest

Von Andreas Wehner

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BMW will 2025 eine neue Generation elektrischer Fahrzeuge auf den Markt bringen. Wasserstoff könnte dabei eine Rolle spielen, sagte BMW-Chef Zipse dem „Handelsblatt“. Auch Luxus definiere man anders als Mercedes.

Aktuell testet BMW die Brennstoffzelle in einem X5.
Aktuell testet BMW die Brennstoffzelle in einem X5.
(Bild: Tom Kirkpatrick/BMW )

BMW startet ab 2025 mit einer neuen Generation von Elektrofahrzeugen, der sogenannten „Neuen Klasse“. Dabei könnten auch mit Wasserstoff betriebene Autos eine Rolle spielen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in der Neuen Klasse perspektivisch auch die Brennstoffzelle im Serieneinsatz sehen werden“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“. Wasserstoff als Energieträger werde in vielen Weltregionen eine wichtige Rolle spielen.

Der Konzern hatte immer wieder seine Technologieoffenheit betont, auch im Hinblick auf den Verbrenner, während beispielsweise Volkswagen für die Zukunft allein auf batterieelektrische Fahrzeuge setzt. Der Großteil der Autos wird aber auch bei BMW eine Batterie haben – schon allein weil es auf dem wichtigen europäischen Markt nach den aktuell geplanten Vorgaben dazu keine Alternative gibt.

Mehr als 50 Prozent elektrisch zum Ende des Jahrzehnts

Ab 2035 dürfen in der EU praktisch keine Verbrennerfahrzeuge mehr zugelassen werden. Das andere große Märkte so schnell nachziehen, ist unwahrscheinlich. Dennoch will nun auch BMW rasch umsteuern. Zum Ende des Jahrzehnts soll die Neue Klasse für mehr als die Hälfte des BMW-Absatzes stehen. Das wären mehr als 1,5 Millionen Autos pro Jahr.

BMW war bei der Elektromobilität vom Pionier zum Nachzügler geworden. Nachdem die Münchner im Jahr 2013 mit dem i3 als einer der ersten OEMs ein alltagstaugliches Elektromodell an den Start brachten, kam lange nichts.

Inzwischen sind andere Hersteller bei der Elektrifizierung ihrer Modellpalette an BMW vorbeigezogen, während die aktuellen Elektrofahrzeuge der Münchner i4 und iX häufig als rollende Kompromisse betitelt werden, da sie auf der gleichen Architektur basieren wie ihre Verbrenner-Pendants 3er und X5.

Auf der anderen Seite scheint sich Oliver Zipse bewusst von der nicht unumstrittenen Luxusstrategie des Konkurrenten Mercedes-Benz abgrenzen zu wollen. Nachhaltigkeit sei heute wichtiger für die Menschen als Luxus, sagte er dem „Handelsblatt“. Das gelte auch für die Automobilindustrie.

Dementsprechend startet BMW mit den ersten Modellen der Neuen Klasse da, wo sich die Münchner auskennen: in der Mittelklasse. „Zum Start planen wir eine kompakte Limousine im 3er-Segment und ein entsprechendes sportliches SUV“, erklärt Zipse. Das seien sehr volumenstarke Segmente im Kern der Marke BMW.

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