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Im Interview: Markus Duesmann BMW: „Wir wollen stabile Zulieferer“

| Autor / Redakteur: Christian Otto / Thomas Günnel

Markus Duesmann, BMW-Vorstand für Einkauf und Lieferantennetzwerk, spricht mit »Automobil Industrie« über die Abhängigkeit von den Zulieferern, eine Batteriefertigung in Europa und den ungewohnten Umgang mit Start-ups.

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Markus Duesmann, BMW-Vorstand für Einkauf und Lieferantennetzwerk.
Markus Duesmann, BMW-Vorstand für Einkauf und Lieferantennetzwerk.
(Bild: Rainer Häckl/ BMW)

Unser Bekenntnis zu Mexiko steht. Im Juni 2016 erfolgte der Spatenstich für den Bau des neuen BMW Group Werks San Luis Potosí in Mexiko. Damit setzen wir unsere strategische Leitlinie des ausgewogenen globalen Wachstums konsequent weiter um. Die 3er Limousinen, die ab 2019 in San Luis Potosí produziert werden, sind für den Weltmarkt bestimmt. Somit wird das Werk in Mexiko die bisherigen Produktionsstätten der 3er Limousine in Deutschland und China ergänzen sowie die Kapazitäten unseres Werks in Südafrika übernehmen. Dort werden wir künftig den BMW X3 statt der 3er Limousine produzieren.

Bleiben wir bei den politischen Herausforderungen. Welche Änderungen erwarten Sie durch den Brexit?

Die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, erzeugt generell im Automobilsektor und speziell bei ausländischen Investoren Verunsicherung. Verunsicherung wiederum ist im Lichte langfristiger unternehmerischer Entscheidungen nicht hilfreich. Wir appellieren deshalb an die britische Regierung zu gewährleisten, dass die Verhandlungen Großbritanniens mit den EU27 auch in Zukunft den unkomplizierten, zollfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt zur Folge haben.

Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE