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Zulieferer Bosch verkauft Bereich Starter und Generatoren

| Redakteur: Christian Otto

Seit dem Jahr 2015 hat Bosch nach einer Möglichkeit gesucht, wie man die Starter Motors Generators Holding strategisch neu ausrichten kann. Nun hat der Zulieferer einen chinesischen Käufer gefunden, der auch die knapp 7.000 Mitarbeiter übernehmen will.

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Bosch trennt sich von seinem Starter- und Generatoren-Geschäft.
Bosch trennt sich von seinem Starter- und Generatoren-Geschäft.
(Bild: Bosch)

Bosch plant, seine Tochtergesellschaft Robert Bosch Starter Motors Generators Holding (SG), einschließlich aller Tochtergesellschaften an das Erwerberkonsortium ZMJ (Zhengzhou Coal Mining Machinery Group Co., Ltd.), Zhengzhou, China und CRCI (China Renaissance Capital Investment), Hongkong, China zu verkaufen.

ZMJ ist bereits über Beteiligungsgesellschaften im Automobilzulieferbereich tätig. Bei Startern und Generatoren sowie als Hersteller von Motorkomponenten für Nutz- und Personenkraftfahrzeuge ist ZMJ laut Bosch-Pressemitteilung ein bedeutender chinesischer Automobilzulieferer. Die bisherigen Bosch-Aktivitäten im Bereich Starter und Generatoren wollen die Chinesen nun mit ihrem Portfolio ergänzen und zur weiteren Internationalisierung nutzen. Als langjähriger Geschäftspartner von ZMJ unterstützt der Finanzinvestor CRCI das Unternehmen auch bei dieser Akquisition.

7.000 Mitarbeiter wechseln den Arbeitgeber

Einen entsprechenden Kaufvertrag haben Bosch, ZMJ und CRCI heute (2. Mai 2017) unterzeichnet. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen und weiterer behördlicher Genehmigungen sowie der Zustimmung der Mitarbeiter an den deutschen Standorten zu diesem Betriebsübergang.

Der Käufer beabsichtigt, die knapp 7.000 SG-Mitarbeiter sowie alle SG-Standorte vollständig zu übernehmen. Bosch und die Verhandlungsgruppe der Arbeitnehmervertretungen in Deutschland haben sich nun auf ein gemeinsames Verhandlungsergebnis verständigt, das die ursprünglichen Vereinbarungen um käuferbezogene Regelungen ergänzt.

Seit 2015 wurde Geschäftsbereich geprüft

„Wir haben einen Erwerber gefunden, der ein tragfähiges industrielles Konzept und eine langfristige Orientierung für die internationale Weiterentwicklung des Geschäfts und damit für die Mitarbeiter bietet“, betont Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Bosch hatte Mitte 2015 angekündigt, strategische Optionen zu prüfen, um den Bereich neu auszurichten. Das schloss die Suche nach einem Partner oder Käufer ein.

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