Suchen

Wirtschaft Bündnis Faire Energiewende appelliert an Bund und Länder

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Der CO2-Preis soll künftig von den geplanten zehn Euro pro Tonne auf 25 Euro steigen. Die mittelständisch geprägten Industriebranchen sehen dadurch ihre Existenz gefährdet.

Firmen zum Thema

Das Bündnis Faire Energiewende ist mit dem CO2-Preis, auf den sich Bund und Länder geeinigt haben, nicht einverstanden.
Das Bündnis Faire Energiewende ist mit dem CO2-Preis, auf den sich Bund und Länder geeinigt haben, nicht einverstanden.
(Foto: Stefan Redel, sredel@sredel.de)

Der Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern hat sich darauf geeinigt, ab 2021 für eine Tonne CO2 einen Preis von 25 Euro statt der ursprünglich geplanten zehn Euro einzuführen. Das Bündnis Faire Energiewende erklärt diese Einigung als einen „Schlag ins Gesicht jedes mittelständischen Unternehmens“, das in Deutschland produziert. Das Bündnis, das aus verschiedenen Industrieverbänden besteht, sieht durch die hohe Versteuerung zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet.

Die Verbände fordern Bund und Länder dazu auf zu erklären, warum für das Klima ein Abwandern der Produktion in Länder sinnvoll sei, in denen CO2 weit hinten auf der Tagesordnung stünde. Das Bündnis fordert außerdem, dass der Einsatz von Brennstoffen in industriellen Wärmeprozessen von Beginn des Emissionshandels an einen unbürokratischen Carbon-Leakage-Schutz bekommt.

Über das Bündnis Faire Energiewende

Das Bündnis Faire Energiewende besteht aus sechs mittelständisch geprägten Industriebranchen mit rund 10.000 Unternehmen. Zu dem Bündnis zählen der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, der Bundesverband Keramische Industrie, der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie, der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie, der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie und der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung.

(ID:46294841)