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Interview

Chassis-Brakes-CEO: „Der Bremsenmarkt bewegt sich“

| Autor: Thomas Günnel

Die Bremsentechnik in Fahrzeugen entwickelt sich weiter, zum Beispiel mit Blick auf Feinstaubemissionen. Thomas Wünsche, CEO des Bremsenherstellers Chassis Brakes International, spricht im Interview über die Entwicklung auf dem Markt und einen neuartigen Filter.

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Thomas Wünsche, CEO des Bremsenherstellers Chassis Brakes International, spricht im Interview mit »Automobil Industrie« über die Entwicklungen auf dem Bremsenmarkt.
Thomas Wünsche, CEO des Bremsenherstellers Chassis Brakes International, spricht im Interview mit »Automobil Industrie« über die Entwicklungen auf dem Bremsenmarkt.
(Bild: Chassis Brakes)

Bislang bestimmten vor allem Sicherheitsanforderungen, Komfortwünsche, Umweltvorschriften und regionale Anforderungen die Entwicklung – die Elektrifizierung wirkt sich zusätzlich auf die Architektur der Bremssysteme aus. Besonders das autonome Fahren wird aus unserer Sicht erhebliche Veränderungen bringen, da für Level 4 und 5 re­dundante Systeme erforderlich sind, um den Fahrer ersetzen zu können. Das kann der Durchbruch für die echte Brake-by-Wire-Technologie sein, also der elektrischen Betätigung der Betriebsbremse. Begünstigen können das in unserer Wahrnehmung Steer-by-wire-Systeme. Eine wesentliche Neuerung wird sein, dass Bremssysteme von morgen mit anderen Systemen kommunizieren und deshalb erweiterte Sicherheitsfunktionen erfordern – das Thema Cyber Security spielt dann eine wichtige Rolle.

Existieren am Markt bereits serienreife Systeme für elektrisch betätigte Betriebsbremsen?

Ja, wobei eine erste Konfiguration die mechanische Verbindung zwischen dem Fahrer und der Bremse aufhebt, die Betätigung jedoch immer noch hydraulisch gesteuert wird. Der nächste Schritt ist der Umstieg auf ein vollständig elektrisch gesteuertes System ohne Hydraulikflüssigkeit. Wir investieren in die Technik in großem Umfang und sehen erste Anwendungen in der zweiten Hälfte des nächsten Jahrzehnts.