Batterieproduktion E-Auto-Batteriezellen in Europa fertigen

Von Automobil Industrie 2 min Lesedauer

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Comau zeigt auf der Battery Show seine Techniken für die Batteriezellenherstellung. Der Ausrüster setzt dabei auf lokales Wissen für eine europäische Lieferkette.

Auf der Battery Show Europe zeigt Comau seine Technologien für die Batteriezellenherstellung.(Bild:  Comau)
Auf der Battery Show Europe zeigt Comau seine Technologien für die Batteriezellenherstellung.
(Bild: Comau)

Neue Akku-Konzepte wie Festkörperbatterien versprechen eine im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien höhere Energiedichte und schnellere Ladezeiten. Herausfordernd ist momentan noch, dafür eine zuverlässige und günstige Produktionsstrategie zu entwickeln. Hier will der italienische Fabrikausrüster Comau die Branche unterstützen, eine autonome Wertschöpfungskette für die E-Mobilität innerhalb der EU aufzubauen.

Auf der Battery Show Europe, vom 18. bis 20. Juni in Stuttgart, zeigt Comau seine Techniken für die Batteriezellenherstellung. Zum Portfolio gehören laut Mitteilung schlüsselfertige Zellenproduktions- und Testsysteme, die viele Fertigungsszenarien abdecken – von der laborbasierten Prototypenfertigung bis hin zu Anlagen für sogenannte Gigafactories. Dies stelle sicher, dass die Batteriehersteller nahtlos von der Entwicklungsphase zur Massenproduktion übergehen können, ohne Kompromisse bei Qualität oder Effizienz eingehen zu müssen.

Lokale Entwicklung und Produktion

Das Angebot von Comau für die Zellenherstellung umfasst nach eigenen Angaben die Kernprozesse, die nötig sind, um aus den montierten Komponenten stabile, elektrisch geladene Batteriezellen zu fertigen. Die benötigten Anlagen werden lokal entwickelt und produziert. Comau bezeichnet dies als „einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer vollständigen Wertschöpfungskette der europäischen Batterieproduktion“.

Dieser neue Baustein im E-Mobilitäts-Portfolio des Ausrüsters ergänzt laut Mitteilung die bereits bestehende Position im Bereich der Montageprozesse für Batteriemodule und -packs. Damit könne man mehr und mehr, die Produktionstechnik für die komplette Wertschöpfungskette – vom Pulver bis zum Batteriepack – schlüsselfertig anbieten. Darüber hinaus entwickelt und liefert Comau komplette Montagelinien sowie Design-, Test- und Fertigungslösungen für Wasserstoff-Brennstoffzellen und Elektrolyseure.

Hochgeschwindigkeitsroboter für Reinräume

Perfekt für die Batteriezellenmontage und die Produktion von Mikroelektronik eigne sich der für Reinräume klassifizierte Hochgeschwindigkeits-Industrieroboter Racer-5 Sensitive Environments, kurz Racer-5 SE. Dieser 6-Achsen-Knickarmroboter wurde von Comau laut Mitteilung für automatisierte Anwendungen mit strengen Anforderungen ausgelegt. Gleichzeitig ermögliche die Datenmanagement-Plattform „in.Grid“ die Verwaltung der riesigen Datenmengen, die erfasst und analysiert werden müssen, um die Prozess- und Produktqualität entlang der Batteriefertigungslinie zu kontrollieren. Das Tool erlaubt die Datenerfassung und -analyse in Echtzeit und hilft Batterieherstellern dabei eine optimale Qualitätskontrolle und Prozesseffizienz zu erzielen.

Darüber hinaus hat Comau ein Robotersystem für die automatisierte Demontage gebrauchter Batterien entwickelt. Es beinhaltet einen flexiblen, wiederholbaren und standardisierbaren Prozess, der es laut Mitteilung den Unternehmen ermöglicht, Abfall zu reduzieren und die Wiederverwendung von Rohstoffen aus Batteriepacks zu maximieren. Der Ansatz stehe im Einklang mit dem wachsenden Fokus auf Nachhaltigkeit und den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in der Batterieindustrie.

Hintergrund

Comau, ein Unternehmen des Stellantis-Konzerns, ist ein weltweiter Anbieter von Automatisierungstechnik mit mehr als 50 Jahren Erfahrung, unter anderem in der Automobilindustrie. Dort umfasst das Portfolio Produkte und Systeme für den Fahrzeugbau mit einer starken Präsenz in der E-Mobilität sowie Robotik und digitale Lösungen. Der Fabrikausrüster mit Hauptsitz in Turin verfügt weltweit über sechs Innovationszentren sowie zwölf Produktionsstätten und beschäftigt insgesamt etwa 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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