Volkswagen-Konzern Cupra wird zur E-Marke

Autor: Thomas Günnel

Aus dem Seat-Werk in Martorell sollen künftig ausschließlich rein elektrisch angetriebene Autos rollen. Die Sportmarke Cupra wird zur reinen E-Marke.

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Volkswagen-Chef Herbert Diess (3. v.l.) beim Besuch im Seat-Werk im spanischen Martorell am 5. März.
Volkswagen-Chef Herbert Diess (3. v.l.) beim Besuch im Seat-Werk im spanischen Martorell am 5. März.
(Bild: Seat)

„Unsere Pläne sind kühn“, sagte Herbert Diess am Freitag (5. März) beim Besuch im spanischen Seat-Werk Martorell. Das Werk das auch Hauptsitz der VW-Tochter ist, soll umgebaut werden – und ausschließlich Elektrofahrzeuge fertigen; die Marke Cupra „wird DIE jugendliche und vollelektrische Automarke“, erklärte Diess in einem Beitrag im Karrierenetzwerk Linkedin. Das erste Modell soll der Cupra El-Born sein.

Er soll im sächsischen Zwickau entstehen und noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die Modellstudie hatte Seat auf dem Genfer Automobilsalon 2019 vorgestellt. Eine 150 Kilowatt starke E-Maschine treibt das SUV an. Der Akku fasst 62 Kilowattstunden, die für bis zu 420 Kilometer reichen sollen.

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Zellproduktion in Spanien

Nur mit der Produktion von E-Fahrzeugen will sich Diess dabei aber nicht zufriedengeben, in seinem Beitrag spricht er weiter von „lokaler Zellproduktion in Spanien, Aufbau von Infrastruktur für schnelles Laden und grüne Energie“. Dafür haben Volkswagen und Seat ein Projekt ins Leben gerufen, in dem sie „ein Ökosystem für Elektromobilität“ entwickeln wollen.

Im Projekt sollen Schlüsselorganisationen unterschiedlicher Bereiche zusammenarbeiten, zum Beispiel Iberdrola im Energiesektor, Telefónica im Kommunikationsbereich und die Caixa Bank im Finanzsektor. Weiter sind laut Seat das Technologiezentrum Asti und große Zulieferer aus dem Automobilsektor beteiligt, etwa Gestamp oder Antolín. Man wolle damit „insbesondere für junge Menschen Arbeitsplätze schaffen“.

Was wird aus Seat?

Medien hatten nach Diess´ Besuch spekuliert, dass Volkswagen womöglich plane, die Marke Seat aufzugeben. Zuerst hatte der „Business Insider“ darüber berichtet. Die entsprechende Meldung ist nicht mehr erreichbar. Volkswagen dementiert derartige Pläne. Der Grund für den Besuch von Herbert Diess war eine Feier zum 70. Jubiläum der Marke Seat in Spanien. Bei dem Besuch in Martorell dabei waren auch der spanische König Felipe VI, Premierminister Pedro Sánchez und Industrieministerin Maria Reyes Maroto Illera.

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Fachjournalist, Redaktion Automobil Industrie und Next Mobility