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Motorsport Engineering Delage D12: Dieser Hybrid will den Nordschleifen-Rekord knacken

Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Jens Scheiner

Wer einen der wenigen erhaltenen Fahrzeuge der Marke Delage kaufen will, muss tief ins Portemonnaie greifen. Doch ein jetzt angekündigter neuer Delage wird noch deutlich teurer werden.

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Nur 30 Exemplare sollen vom Delage D12 entstehen.
Nur 30 Exemplare sollen vom Delage D12 entstehen.
(Bild: Delage Automobiles)

Die französische Automarke Delage kann auf eine lange und bewegte Geschichte als Hersteller und Rennstall zurückblicken, die allerdings vor fast 70 Jahren in der Pleite endete. Jetzt steht der Name vor einem späten Comeback, denn der französische Geschäftsmann Laurent Tapie will mit einem Sportwagen der Sonderklasse, dem Delage D12, kommendes Jahr die Marke wiederbeleben.

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Delage D12: Antriebsmix leistet 1.077 Newtonmeter Drehmoment

Mit den historischen Modellen von Delage – viele davon sind heute begehrte Sammler-Preziosen – hat der D12 nichts mehr gemein. Vielmehr handelt es sich um einen futuristisch wirkenden Kohlefaser-Athleten mit zentraler Zwei-Personen-Kanzel und Hypercar-Antrieb. Für diese Klasse qualifiziert ihn eine Kombination aus 7,6-Liter-V12-Saugbenziner und E-Motor. Im Zusammenspiel soll das Motoren-Duo via Achtgang-Automatik 831 kW bzw. 1.130 PS und 1.077 Newtonmeter Drehmoment als Systemleistung bereitstellen, wobei allein der Verbrenner 728 kW/990 PS und 833 Newtonmeter beisteuert.

Angesichts der 1,4 Tonnen Gewicht wird die Sprintzeit auf 100 km/h mit erwartbar kurzweiligen 2,6 Sekunden angegeben, die 300er-Marke soll nach 14,1 Sekunden fallen. Maximal sind laut Hersteller 360 km/h möglich.

Rundenrekord im Visier

Tapie ist zuversichtlich, mit seinem D12 kommendes Jahr einen neuen Rundenrekord für Straßenfahrzeuge auf der Nordschleife des Nürburgrings aufstellen zu können. Eine nur 1,3 Tonnen leichte Clubsport-Version soll den Rundkurs in weniger als sechs Minuten 40 Sekunden durcheilen. Gelingt dies, wird das Kaufinteresse potenzieller Klientel wohl steigen, die für einen von insgesamt nur 30 geplanten D12 rund zwei Millionen Euro hinblättern müssen.

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