Innovationsmanagement „Die Automobilindustrie muss ihre Produkte radikal neu denken“

Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Lena Straßberger

Um die zentralen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen, braucht es in der Autoindustrie mehr Mut, davon ist AMC-Chef Rainer Kurek überzeugt. Er warnt zudem vor einem Abwandern der besten Köpfe.

AMC-Chef Rainer Kurek: „Die Automobilindustrie muss die bisherigen Antriebs- und Fahrzeugkonzepte, Karosseriearchitekturen, Energiespeicher etc. „radikal“-innovativ neu denken – und kompromisslos handeln.
AMC-Chef Rainer Kurek: „Die Automobilindustrie muss die bisherigen Antriebs- und Fahrzeugkonzepte, Karosseriearchitekturen, Energiespeicher etc. „radikal“-innovativ neu denken – und kompromisslos handeln.
(Bild: Rainer Hofmann Photodesign/AMC)

Herr Kurek, wo liegen die Chancen für die europäische Automobilindustrie nach der Coronakrise?

Die Chancen der europäischen Automobilindustrie liegen in einer innovationsorientierten Vorwärtsstrategie. Die Innovationskraft der hiesigen Automobilindustrie basiert auf ihrem tiefgreifenden Wissen, das sie in mehr als 100 Jahren Automobilgeschichte entwickelt, kontinuierlich verbessert und stetig ausgebaut hat. Damit trägt die Branche bis heute ganz wesentlich zum europäischen Wirtschaftswachstum, dem bestehenden Wohlstandsniveau und der industriellen Leistungsfähigkeit bei.

Bis heute wird Betriebswirtschaftslehre noch immer mit Management verwechselt.

Was ist zu tun?

Die strategischen Turbulenzen, die Corona weltweit ausgelöst hat, gilt es zu akzeptieren und innovativ zu nutzen. Die Chancenorientierung für die „Nach-Corona-Zeit“ setzt zuallererst Innovationsbereitschaft und -fähigkeiten voraus – unabhängig davon, ob es um Umwelt- und Klimaschutz, Energiespeicherung, Ressourcen- und Energieeffizienz oder Leichtbau geht. Es gilt, bestehende technische Lösungen zu verbessern.

Über den Autor

 Claus-Peter Köth

Claus-Peter Köth

Chefredakteur Automobil Industrie & Next Mobility