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Powertrain

Downspeeding mittels Fliehkraftpendel

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Verbrauch und Komfort

Doppelkupplungs- und Wandler-Automatikgetriebe sind auf die Betriebsweise des Downspeeding optimal abzustimmen, anders solche, wo der Fahrer die Hand anlegt. Thomas Weber, Daimler-Forschungsvorstand und Entwicklungschef bei Mercedes-Benz Pkw, bringt dies auf die Formel: „Hochwirksame Torsionsdämpfer-Konzepte mit Fliehkraftpendel ermöglichen sehr niedrige Motordrehzahlen bei maximalem Komfort“. Dabei liegt der Schwerpunkt seiner Aussage auf „Fliehkraftpendel“. Zwar dämpft das sogenannte Zweimassenschwungrad (ZMS) der Schaeffler-Tochter LuK seit nunmehr fast 20 Jahren die Drehschwingungen im Antriebsstrang so effektiv, dass das starre Schwungrad zwischen Motor und Getriebe in fortschrittlichen Autos heute kaum mehr eingesetzt wird.

Doch Premium hat einen hohen Anspruch, wenn es um Fahrkomfort geht: Spürbare Drehschwingungen im Antrieb müssen getilgt werden. Besonders im schwingungsanfälligen Downspeeding-Betrieb. Und das leisten in den Getrieben die sogenannten „Fliehkraftpendel“ (FKP).

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Fliehkraftpendel gegen Drehschwingungen

Mit esoterischen Pendeln hat das Fliehkraftpendel vom Autozulieferer LuK überhaupt nichts zu tun. Die Experten entwickelten das FKP-System als erweitertes Torsionsdämpfer-Konzept, das mit Zunahme der Downspeeding-Motoren immer mehr Fahrt aufnimmt. Speziell in Deutschland, wo vor fünf Jahren beginnend in Premium-Autos Fliehkraftpendel verwendet werden. Sie übernehmen sowohl in Handschalt- und Doppelkupplungs-Getrieben sowie in hydrodynamischen Drehmomentwandlern von Automatikgetrieben das Feintuning der Drehschwingungen gegen null.

Die Wirkung der Fliehkraftpendel wird dadurch erzielt, dass die Schwingung der Pendelmasse am ZMS eine Kraft entgegen der Drehrichtung des Motors erzeugt. Diese Kraft gleicht speziell im unteren Drehzahlbereich die starken Schwingungen des Verbrennungsmotors aus. Mercedes tilgt in beiden Wandler-Automatikgetriebe 7G- und 9G-Tronic mit Fliehkraftpendeln die Drehschwingungen. Ihr Einsatz muss auf jede Motorisierung speziell abgestimmt sein – denn ein Mercedes im Downspeeding-Betrieb muss fahren wie ein Mercedes: komfortabel.

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