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Der Ansatz von Dürr: das „Eco+Effiency System“. „Es zielt auf ökonomische wie ökologische Verbesserungen ab und mündet direkt in einer Effizienzsteigerung“, erläutert Manfred Weil. Energiebedarf, CO2-Ausstoß, Lackverbrauch, Raumbedarf, Wasserverbrauch und Abwasseranfall sind nur einige der vielen Kriterien, die das Konzept berücksichtigte.
Kein Füller, keine Trocknungsphase
Der IPP, den BMW erstmals im Mini-Werk in Oxford einsetzte, ist ein wichtiger Bestandteil des ressourcenschonenden, sauberen Gesamtprozesses. Dabei wird auf den Füller verzichtet und damit auch auf eine Trocknungsphase. Das spart viel Energie und Zeit. 32 Lackierroboter arbeiten in der vollautomatischen Anlage. Sie sind so kompakt gebaut, dass sie nicht nur die Außenhaut lackieren, sondern auch im Inneren der Karosserie den Lack auftragen. Das reduziert Komplexität.

Die wasser- und chemikalienfreie Trockenabscheidung des Lacknebels in den Spritzkabinen ermöglicht eine Umluftführung von 93 Prozent. Ein um 60 Prozent geringerer Energiebedarf ist das Resultat. Da nur sehr wenig Frischluft konditioniert werden muss, ist das System zudem optimal für die raue Witterung im Norden Chinas mit feucht-heißen Sommern und bitterkalten Wintern.
Dürr produziert vor Ort
Die technisch komplexen Anlagenteile wie das EcoDry-Scrubber-System wurden aus deutscher Fertigung importiert. Andere Baugruppen wie Kabinenwände oder Trockner produziert Dürr in Eigenregie vor Ort in seiner Fertigung in Qingpu. Einfachere Fertigungsteile, etwa der Stahlbau, werden lokal zugekauft – „kein Problem dank der durch viele Projekte aufgebauten lokalen Lieferantenbeziehungen“, ergänzt Weil.
So beschäftigt das schwäbische Unternehmen mit Sitz in Bietigheim-Bissingen aktuell in China rund 1.600 Mitarbeiter. „Insgesamt haben wir in China bereits mehr als 50 Lackierereien gebaut oder sind derzeit dabei“, resümiert Weil.
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