Fahrzeugabsatz E-Auto-Boom im Dezember 2020

Redakteur: Tanja Schmitt

Im letzten Monat des Jahres 2020 wurden in Deutschland so viele E-Autos verkauft wie in keinem anderen Monat. Vor allem Plug-in-Hybride legten ordentlich zu.

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Deutschland entwickelt sich immer mehr zum E-Auto-Land.
Deutschland entwickelt sich immer mehr zum E-Auto-Land.
(Bild: BMW)

Im Dezember verkauften sich E-Autos wie das sprichwörtliche „geschnitten Brot“. Fast 83.000 aller Neuzulassungen gingen auf das Konto elektrifizierter Fahrzeuge. Somit hatte mehr als jedes vierte Neufahrzeug (26,6 Prozent) einen Elektroantrieb. Bei mehr als der Hälfte (44.000 Stück) handelte es sich um rein batterieelektrische Autos.

E-Autos: Neuzulassungen vervierfacht

Für das Gesamtjahr errechnet das Center of Automotive Management (CAM) folgendes Ergebnis: 2020 wurden insgesamt 395.000 E-Autos (BEV/PHEV) neu zugelassen, wodurch sich der Marktanteil von drei (2019) auf 13,5 Prozent mehr als vervierfacht hat. Bei den reinen Stromern (BEV) wurden 2020 rund 194.000 Autos neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 207 Prozent (2019: 63.000 Stück). Plug-In-Hybride (PHEV) konnten mit einem Zuwachs von 342 Prozent noch einen draufsetzen. Deren Marktanteil beträgt 6,9 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 1,26 Prozent.

„Deutschland steigt dank Förderung weltweit zum zweitgrößten Einzelmarkt für die Elektromobilität auf“, kommentierte Stefan Bratzel vom CAM. Trotzdem sieht er die momentane Entwicklung kritisch, da mehr als die Hälfte der verkauften Autos Plug-in-Hybride sind. Laut Bratzel seien diese aber nur bei bestimmten Fahrprofilen sowie bei regelmäßigem Laden ökologisch sinnvoll.

Konventionelle Antriebe weniger nachgefragt

Konventionelle Antriebe hatten im letzten Jahr das Nachsehen. Nur 46,7 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge waren Benziner. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 12,5 Prozentpunkte weniger. Beim Diesel sieht es mit einer Neuzulassungsquote von 28,1 Prozent noch schlechter aus; 2019 kam der Diesel noch auf 32 Prozent. Erdgas- und Flüssiggasantriebe sind mit einem Anteil von 0,5 Prozent der Neufahrzeuge immer noch eine Randerscheinung.

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