E-Autos sind in Europa stärker gefragt. Von Januar bis August 2026 stieg der Marktanteil batterieelektrischer Fahrzeuge auf knapp 22 Prozent. Benziner und Diesel verlieren zweistellig.
Im Jahr 2025 waren rund 18 Prozent aller neu zugelassenen Autos in der EU elektrisch angetrieben.
(Bild: Volkswagen)
Bis August 2026 erreichten batterieelektrische Autos einen Marktanteil von 21,7 Prozent in der EU, gegenüber 15,8 Prozent im Vorjahr. Hybrid-Elektroautos blieben mit 36,6 Prozent die beliebteste Fahrzeugart der EU-Verbraucher. Gleichzeitig sank der kombinierte Marktanteil von Benzin- und Dieselautos auf 29 Prozent, verglichen mit 37,5 Prozent im Vorjahr. Das meldet der europäische Herstellerverband ACEA.
Im Jahr 2025 hatten Pkw mit reinem Elektroantrieb laut des Statistischen Bundesamtes einen Anteil von 17,3 Prozent an allen Neuzulassungen. Andere Antriebsarten wie Flüssig- oder Erdgas spielten eine untergeordnete Rolle.
In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 wurden in Europa 1.641.333 neue batterieelektrische Fahrzeuge zugelassen. Drei der vier größten EU-Märkte, die zusammen 64 Prozent aller Zulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge ausmachten, verzeichneten starkes Wachstum: Frankreich mit +74,2 Prozent, Deutschland mit +53,1 Prozent und Dänemark mit +40,9 Prozent. In Belgien stieg die Nachfrage um 13,1 Prozent.
Hybridmodelle und Plug-in-Hybride
Bis August 2026 stiegen die Neuzulassungen von Hybrid-Elektrofahrzeugen in der EU auf 2.759.718 Einheiten. Dieses Wachstum kommt vor allem aus Spanien mit +21 Prozent und Italien mit +20,5 Prozent. Zuwachs gibt es auch in Deutschland mit +5,2 Prozent und Frankreich mit +1,8 Prozent.
Die Zulassungen von Plug-in-Hybridfahrzeugen stiegen weiter auf 758.082 Einheiten zwischen Januar und August 2026. Die stärkste Nachfrage gab es in Italien mit+77,6 Prozent, Spanien +33,9 Prozent und Deutschland mit +15,6 Prozent. Neuzulassungen von Plug-in-Hybridfahrzeugen machen laut des ACEA mittlerweile zehn Prozent der EU-Zulassungen aus. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 8,8 Prozent.
Modelle mit Benzin- und Dieselmotor
Bis Ende August 2026 sanken die Neuzulassungen von Benzinern um 18,6 Prozent in allen wichtigen europäischen Märkten. Frankreich erlebte den stärksten Rückgang mit einem Minus von 35,8 Prozent. Zweistellige Verluste gab es zudem in Spanien mit -18,5 Prozent, Deutschland mit -21,9 Prozent und Italien mit -16,7 Prozent.
Mit 1.634.733 Neuzulassungen in den letzten acht Monaten sank der Marktanteil von Benzinern auf 21,7 Prozent von 28 Prozent im Vorjahr. Der Dieselmarkt setzte seinen Abwärtstrend fort: Die Zulassungen gingen um 18,6 Prozent zurück und machten nur noch 7,3 Prozent der EU-Neuzulassungen aus; im Vorjahr waren es 9,4 Prozent.
Marktanteile E-Autos im Jahr 2025
Beim Anteil reiner E-Autos an den Neuzulassungen im Jahr 2025 lag Deutschland mit 19,1 Prozent zwar leicht über dem EU-Schnitt, aber deutlich hinter einigen anderen Ländern. EU-weit am höchsten war der Anteil neu zugelassener Elektroautos in Dänemark mit 67,8 Prozent, gefolgt von den Niederlanden mit40,2 Prozent und Malta mit 37,6 Prozent.
Am geringsten war der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen in Kroatien mit 1,9 Prozent, der Slowakei mit 4,7 Prozent und Bulgarien mit 4,9 Prozent. Europaweit führend ist ein Land außerhalb der EU: In Norwegen hatten 95,1 Prozent der neu zugelassenen Pkw 2025 einen reinen Elektroantrieb.
Gründe für die deutlichen Unterschiede sind laut des Statistischen Bundesamtes unter anderem unterschiedliche Investitionen ins Ladenetz und bei der Förderpolitik in Form steuerlicher Vergünstigungen oder ermäßigter Maut- oder Parkgebühren in den Ländern.
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