Energiemanagement Stromkosten im Griff: Wie Kerschgens 75 Prozent Eigenversorgung erreicht

Von Alessandra Pöhmerer 5 min Lesedauer

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Der Werkstoffgroßhändler Kerschgens produziert seien Strom weitgehend autark. Geschäftsführer Heinz Herbort beschreibt, wie das im industriellen Maßstab gelingt.

Felix Herbort (l.) und Heinz Herbort (r.), Geschäftsführer von Kerschgens Werkstoffe & Mehr, haben gemeinsam mit Roman Alberti, Geschäftsführer von Voltfang, mit dem Aufbau einer integrierten Energieinfrastruktur die Stromkosten dauerhaft gesenkt.(Bild:  Kerschgens Werkstoffe & Mehr)
Felix Herbort (l.) und Heinz Herbort (r.), Geschäftsführer von Kerschgens Werkstoffe & Mehr, haben gemeinsam mit Roman Alberti, Geschäftsführer von Voltfang, mit dem Aufbau einer integrierten Energieinfrastruktur die Stromkosten dauerhaft gesenkt.
(Bild: Kerschgens Werkstoffe & Mehr)

Die Kerschgens Werkstoffe & Mehr ist ein energieintensiver Stahlgroßhändler und industrieller Werkstoff-Dienstleister mit Sitz in Stolberg. Bereits im Jahr 2022 installierte die Firma die ersten Photovoltaikanlagen. Da am Wochenende jedoch nicht gearbeitet wird, entstand an sonnigen Tagen ein hoher Produktionsüberschuss, der ungenutzt ins Netz eingespeist werden musste. Auf der Suche nach einer Lösung stieß Geschäftsführer Heinz Herbort über einen Zeitungsartikel auf das Aachener Start-up Voltfang.

Das Spin-off der RWTH Aachen bietet Systeme an, die gewerbliche Batteriespeicher mit einem intelligenten, KI-basierten Energiemanagementsystem kombinieren. Noch im selben Jahr investierte Kerschgens in den ersten Voltfang-Speicher. Da das Konzept erfolgreich war, folgte im Zuge eines Betriebsneubaus im Jahr 2025 eine zweite PV-Anlage mit einem weiteren Batteriespeicher. Beide gingen im Januar 2026 offiziell in Betrieb.