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Zulieferer Ebm-Papst verzeichnet Wachstum

Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Thomas Günnel

EBM-Papst geht es wirtschaftlich gut, wie die Zahlen des Geschäftsjahres 2014/15 zeigen. Auf der Jahrespressekonferenz skizzierte das Unternehmen, wie man weiterhin zu den Innovationsführer gehören möchte.

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EBM-Papst geht es wirtschaftlich gut, wie die Zahlen des Geschäftsjahres 2014/15 zeigen.
EBM-Papst geht es wirtschaftlich gut, wie die Zahlen des Geschäftsjahres 2014/15 zeigen.
(Foto: EBM Papst)

Der deutsche Markt legt zwar nicht zu, dennoch konnte die EBM-Papst-Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr um 4,8 Prozent wachsen – so die Kernaussage von Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung, anlässlich der Jahrespressekonferenz. Der weltweite Umsatz ist damit im Geschäftsjahr 2014/15 von 1,50 auf 1,57 Milliarden Euro gestiegen. Vor allem die weiter steigende Nachfrage nach energieeffizienten Produkten und die mit über sechs Prozent hohe Forschungs- und Entwicklungsquote seien zwei Gründe für den Erfolg. „Unser langfristiger Unternehmensfokus auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Digitalisierung trifft den Zeitgeist. Diesen werden wir mit Rekordinvestitionen in Forschung und Entwicklung sowie beim Ausbau unserer Kapazitäten weiter verfolgen,“ sagt der Geschäftsführer.

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Hauptwachstumsmärkte Asien und Amerika

Stark wachsen konnte die EBM-Papst-Gruppe im Ausland (um 8,5 Prozent) und damit den Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 72 Prozent im Vorjahr auf 75 Prozent steigern. Dabei erwiesen sich Asien (vor allem China) mit 17,8 Prozent sowie Nord- und Südamerika mit 9,5 Prozent als die größten Wachstumsmotoren. Ebenso erfreulich war die Entwicklung in den meisten Geschäftsfeldern des Unternehmens. Besonders hohe Zuwächse verzeichnete die Luft- und Klimatechnik (14,6 Prozent), die Kältetechnik (8,1 Prozent) und der Maschinenbau (7,2 Prozent). Die Heiztechnik bliebt allerdings hinter den Erwartungen zurück (-5,8 Prozent), was Hundsdörfer mit der Kaufzurückhaltung aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen begründete. Für das nächste Geschäftsjahr erwarte man hier eine Erholung.

Ein Hauptanteil des Unternehmenserfolgs hat die Forschung und Entwicklung, denn 40 Prozent seines Umsatzes erzielt das Unternehmen mit Produkten, die jünger sind als vier Jahre. Etwa sechs Prozent des Umsatzes investiert der Zulieferer in Forschung und Entwicklung. Aktuell sollen über drei Millionen Euro in die Gründung eines eigenen Forschungsinstituts am Campus Künzelsau der Hochschule Heilbronn fließen.

Investition in Standorte und in die Produktion

Innovativ zu sein, ist bei EBM-Papst nicht alleine auf Produkte beschränkt. Das Unternehmen investiert ebenso in den Standorten. So schreitet die Werkserweiterung in Hollenbach bei Mulfingen voran und in St. Georgen entsteht im Jahr 2015 ein Technologiezentrum. Die Produktion selbst wird bereits seit Jahren mehr und mehr digitalisiert und vernetzt, auch die Produkte selbst sind „bereit für Industrie 4.0“. Hundsdörfer: „Industrie 4.0 ist keine Revolution sondern eine Evolution – eine logische Entwicklung. Die Digitalisierung hat schon lange begonnen, auch bei uns. Die Revolution ist eher die Auswirkung der Vernetzung.“

Diese veränderte Produktionswelt bringt auch eine veränderte Arbeitswelt für den Mitarbeiter mit sich; das zeigt sich auch bei EBM-Papst. Fachkräftemangel kennt das Unternehmen bisher nicht und hat im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt 300 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dennoch ist ein Wandel erkennbar, sagt Hundsdörfer: „Wir stellen insgesamt mehr hochqualifizierte Mitarbeiter ein, denn einfache Aufgaben werden durch die zunehmende Automatisierung übernommen.“

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt